Ort der Begegnung

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Frauenpower: Angelika Seidler (links) und Elfriede Burger greifen gemeinsam zum Spaten. Hier soll ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel entstehen.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Ordentlich zutreten musste Bürgermeister Achim Grimm am Samstagmittag beim Spatenstich. So ordentlich, dass Horst Schwarz ihm zu Hilfe eilte. Vorher hatte die illustre Runde noch darüber spekuliert, wie fest der Boden wohl ist. Eigentlich müsste er nach dem vielen Regen locker sein, so waren die Mutmaßungen.

Der Spatenstich erfolgte für den „Ort der Begegnung“, der im Laufe des Jahres in der Adolph-Kolping-Anlage (ehemals alter Friedhof) entstehen soll. Die Organisatoren und einige Freunde des Projektes hatten sich zur feierlichen Inangriffnahme   der  kommenden Baumaßnahmen versammelt.

Locker war er wohl der Boden, aber auch gut durchwurzelt. Ein Stück Rasen genau unter großen Bäumen hatten sich die Initiatoren für ihr großes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel ausgesucht. Im Sommer bestimmt angenehm bei großer Hitze, von der an diesem kalten Maitag aber alle nur träumen konnten.

Glühwein wünschte sich der Bürgermeister, mit dem konnten die Veranstalter jedoch nicht aufwarten, dafür aber mit heißem Kaffee. Die Kaltgetränke ließen die Feiergäste praktisch unberührt.

Kommune trägt nur ein Drittel der Kosten

Begegnungen zwischen den Generationen sollen hier künftig stattfinden, so Angelika Seidler vom Mehrgenerationenhaus. Neben dem Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel werden noch ein Schachfeld und ein Fuß-Fühl-Pfad in der Kolping-Anlage entstehen.

Bevor die Plätze festgelegt wurden, hat die Gemeinde den Baumbestand vermessen lassen. 9 000 Euro soll das Modellprojekt für die Region kosten, drei Jahre sind für die Umsetzung veranschlagt. Die Kommune muss allerdings nur ein Drittel der Kosten tragen, der „Ort der Begegnung“ wird im Rahmen der Sozialen Stadt verwirklicht.

An zwei Aktionstagen am Samstag, 29. Mai, und am Samstag, 12. Juni, sollen die drei Elemente fertig gestellt werden, so dass sie beim Jahrmarkt der Vereine mit der Öffentlichkeit zusammen eingeweiht werden können.

Für einzelne Elemente sollen Patenschaften möglich sein

Den drei Elementen, die als erste gebaut werden, sollen in den kommenden zwei Jahren noch Fitnessgeräte, eine Kräuterspirale und Klangelemente folgen.

Neu an dem Projekt ist, dass es für die einzelnen Elemente Patenschaften geben soll. Nicole Pietsch und Christiane Hucke werden das Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel warten, das Schachfeld werden Horst Schwarz und Angelika Seidler betreuen und für den Fuß-Fühl-Pfad fühlen sich Franz-Josef Partsch und Elfriede Burger verantwortlich. Die Pflegekosten für die Installationen sollen so möglichst gering gehalten werden.

Bürgermeister Grimm freute sich über das Projekt: „Die Anzahl der Senioren wird in unserer Gemeinde in den nächsten Jahren zunehmen, aber nach den Prognosen wird Groß-Zimmern mit vielen Kindern auch eine junge Gemeinde bleiben. Umso wichtiger ist es, den verschiedenen Generationen Möglichkeiten zur Begegnung zu verschaffen. Wir werden uns in den kommenden Jahren noch einiges einfallen lassen müssen“.

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