Beginn einer großen Liebe?

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"Ich gehöre dir", versicherten die "Drei Tenöre" aus Groß-Zimmern der Dieburger Prinzessin, Johanna I. Das närrische Versöhnungswerk hat Bürgermeister Grimm initiiert.

Dieburg/Groß-Zimmern - (eha) Ein Spion hatte ihn informiert: Meldete doch der Dieburger Fastnachts-Anzeiger am Rosenmontag, dass „Zimmner leider draußen bleiben“ müssen und auf dem künftigen Park-&-Rideplatz zwischen den beiden Gemeinden keinen Zutritt haben. Und so war es Zeit für die Revanche.

„Das dauert sieben Stunden und 14 Minuten“, kündigte Bürgermeister Achim Grimm in der Bütt der Ludwigshall an und hielt ein antikes Werk nach oben: Zum Prinzenempfang und der Verleihung der „Holzisch Latern“ hatte der Zimmerner Rathauschef das „Giftbuch der Grausamkeiten gegen Zimmerner“ aus dem Jahr 1832 mitgebracht. „Da stehen alle Gemeinheiten drin, die sich die Dieburger jemals gegen uns ausgedacht haben“, sagte der Fastnachter und hielt das antike Werk in die Höhe. Aber so schlimm wie angekündigt kam es für die Nachbarn aus dem Norden gar nicht. „Da stehen wir aber drüber“, meinte er großmütig und packte das bröselige Werk wieder weg. „Eigentlich sind wir ein ganz friedvolles Volk“, meinte Grimm - dies galt es jetzt zu beweisen. Um die Versöhnung perfekt zu machen, holte er sich zwei weitere Tenöre auf die Bühne und intonierte mit ihnen ein Liebeslied für die Dieburger Prinzessin Johanna I. „Dir gehört mein Herz“, versicherten die Sänger Ihrer Lieblichkeit, die so gar nicht wusste, wie ihr geschah. Standing Ovations der Dieburger Fastnachter waren den „Drei Tenören“ sicher, die erst nach einem Wolfgang-Petry-Medley von der Bühne gelassen wurden.

„Das könnte auch der Beginn einer großen Liebe zwischen Dieburg und Zimmern werden“, war die Zukunftsvision von KVD-Präsident Friedel Enders.

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