Bella Italia jetzt im Reiterstübchen

+
Vor kurzem sind die Mitglieder des Club Italia ins Stübchen der Reiter umgezogen.

Groß-Zimmern ‐ Bella Italia ist im Reiterstübchen des Reit- und Fahrvereins heimisch. Seit kurzem pflegen die Aktiven des Clubs „Italia“ eine recht konstruktive Freundschaft mit den Zimmerner Reitern. Von Ursula Friedrich

Das gemeinsame Interesse liegt allerdings nicht auf dem Rücken der Pferde. Die Schänke verbindet beide Vereine. Die 70 Mitglieder des Clubs Italia fanden hier ihre neue Heimat. Am Wochenende liegt die Bewirtung der Reitschänke nun fest in italienischer Hand, die Gäste werden mit der landestypischen Geselligkeit der Südländer verwöhnt.

Hintergrund der Symbiose sind finanzielle Erwägungen, denn das Italia-Clublokal in der Jahnstraße verursachte viele Kosten. Um die Miete für die Räume zu stemmen, musste ordentlich angepackt werden. Nun gibt es Einsparpotentiale und neue Freundschaften bereichern das Vereinsleben.

Absicht, frischen Wind herein zu tragen

Der Club ist eine junge Gemeinschaft der hiesigen Italiener sowie ihrer Freunde. 70 Mitglieder zählt der Verein, der sich im Mai 2009 gründete und von Guiseppe Di`Girolamo geführt wird. Die Idee war, die italienische Kultur zu fördern, Sprachkurse anzubieten und durch zahlreiche Aktivitäten die Integration zu fördern.

Im neuen Domizil fühlen sich die Aktiven nach wenigen Tagen pudelwohl. Das Reiterstübchen wurde bislang nur von den Aktiven des Reitvereins betrieben, nun gibt es italienische Verstärkung an den Wochenenden und die beiderseitige Absicht, frischen Wind herein zu tragen. Auch optisch sollen kleine Veränderungen vorgenommen werden, so der zweite Vorsitzende Salvatore Sciandra mit Blick auf die mit Pferde- und Reiterfotos dekorierten Wände und Ansammlungen von Pokalen.

Vielleicht findet sich ja Platz für das ein oder andere Foto, so Sciandra, der auch einen größeren Fernseher mitbringen möchte. Und dass die Reitturniere künftig ein Stand mit italienischen Leckereien bereichern wird, versteht sich von selbst. „Nur an den Pferdegeruch müssen wir uns noch gewöhnen“, flaxten die neuen „Einsteller“ auf der Reitanlage.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare