Besonderer Kerb-Heiratsantrag

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Fabian Kowal hält per Megaphon um Kristinas Hand an.

Groß-Zimmern - Einen besonderen Halt legte das Fanfarencorps während des Kerbumzugs in der Lebrechtstraße ein. Der Vereinsvorsitzende Thilo Heß brachte nämlich beim Fest nicht nur seinen Sohn Steffen als Kerbvadder unter den Hut. Von Gudrun Fritsch

Vom Heiratsantrag überrascht wurde Kristina Heß im Fanfarencorps beim Kerbumzug.

Nach dem originellen Heiratsantrag von Fabian Kowal ist nun auch Tochter Kristina vergeben. Das Fanfarencorps führte wie immer den Kerbumzug am Sonntag an. Doch zum Erstaunen vieler ordnete der Stabführer auf der Lebrechtstraße die eigentlich für Bühnenauftritte bekannte Formation an. „Es fing gerade an zu regnen und ich sang lauthals: Es regnet, die Erde wird nass“, als mich meine Tante nach vorne zog und bat, endlich Ruhe zu geben“, erzählt Kristina Heß (24), die damit schon fast die Einleitung zu ihrem Heiratsantrag verpasst hatte.

Bilder vom Kerbumzug

Kerbumzug und Verbrennung

„Aber die wesentlichen Worte, auf die es ankommt, habe ich dann noch gehört“, ergänzt sie. Auf dem Dach der Garage stand nämlich Fabian Kowal (30), mit dem sie seit fünf Jahren liiert ist. Die Grün-Weißen seines Jahrgangs (2008) treffen sich hier und die Freunde standen ihm gerne bei. Eine Stunde lang habe er kaum geredet, war tierisch aufgeregt, aber fest entschlossen. Mit dem Megaphon in der Hand rief er dann laut und deutlich zu Kristina hinüber: „Willst du mich heiraten?“

Ein Traum ist wahr geworden

„Ich war total überrascht und unheimlich glücklich“, erzählt die 24-Jährige. In diesem Moment war sie in Gedanken so sehr mit der Kerb, dem Umzug und ihrem Bruder als Kerbvadder beschäftigt, dass sie es zunächst gar nicht richtig fassen konnte. Wenngleich für sie damit ein Traum wahr geworden ist. „Ich habe Fabian einmal erzählt, dass ich von so einem Antrag im Rahmen der Kerb und mit dem Fanfarenzug träume“, gesteht sie.

Dass er es jedoch umsetzen würde, war ihr nicht klar. „Meine Eltern wussten davon. Er hat tatsächlich vorher ganz offiziell bei ihnen um meine Hand angehalten und sie haben alles gemeinsam geplant“, berichtet Kristina Heß von dem, was ihr später erzählt wurde.

Natürlich antwortete sie mit einem deutlichen „Ja!“. Wann es tatsächlich so weit ist, steht noch nicht fest. „Voraussichtlich im kommenden Jahr. Es ist alles Organisationssache“, meint die zukünftige Braut.

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