Ehrenamtliche Busfahrer aus Groß-Zimmern genießen Tour außerhalb der Gemeindegrenzen

Besuch der Universitätsstadt Tübingen

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Die ehrenamtlichen Busfahrer (von links): Franz Burger, Josef Dietrich, Michael Schmidt, Jürgen Federlin, Hansi Reichstein und Heinz Tulow.

Groß-Zimmern/Tübingen - Seit Jahren fährt der Bürgerbus im Ort und zum Krankenhaus nach Groß-Umstadt oder zur Tafel in Dieburg. Dieser Service wird von Bürgern, überwiegend von älteren oder behinderten Menschen, gerne angenommen.

Die hilfsbereiten, ehrenamtlichen Busfahrer sind abwechselnd von Montag bis Freitag im Einsatz. Die Organisation durch Bettina Göbel und die Zusammenarbeit mit den Fahrern funktioniert tadellos. Anfang des Jahres haben sich die Ehrenamtlichen zu einer Bier-Runde getroffen, um ihre Gedanken auszutauschen. In dieser Runde wurde auch einhellig bestätigt, dass die Fahrgäste den Service sehr zu schätzen wissen und ausgesprochen dankbar sind. Auch die Harmonie unter den Busfahrern ist toll und es wurde beschlossen einen gemeinsamen „Ausflug“ zu planen.

Die Organisation übernahm Heinz W. Tulow und bald stand die Zwei-Tages-Tour ins „Schwobeländle“, die Universitätsstadt Tübingen am Neckar, fest. Hier ist Tulow aufgewachsen, kennt jedes Gässchen, und kann dadurch zielgerecht die Sehenswürdigkeiten präsentieren. Ende Juni starteten sechs Busfahrer (drei waren verhindert), Kollege Hansi Reichstein durfte das Steuer übernehmen. Tübingen ist die Stadt der Dichter und Denker, geprägt von Persönlichkeiten wie Ludwig Uhland, Friedrich Hölderlin oder Eduard Mörike. Angenehme Temperaturen und Sonnenschein, machten die Führung durch die Altstadt zu einem besonderen Erlebnis.

Enge, gepflegte Gässchen mit unzähligen Fachwerkhäusern

Die Gruppe war von den engen, gepflegten Gässchen mit unzähligen Fachwerkhäusern beeindruckt. Die Blumen an den Fenstern und an der Neckarfont vollendeten den wunderbaren Anblick. Den Marktplatz mit dem alten Rathaus war ein weiteres Highlight. Auch ein gemütlicher Stadtbummel ermüdet und der Magen meldet seinen Anspruch. Im rustikalen, schwäbischen Gasthaus „Wurstküche“, wurde man bereits mit der schwäbischen Spezialitäten erwartet. Speisen wie das „Herrgottsbscheisserle“, ein schwäbisches Maultaschengericht, Linsen mit handgeschabten Spätzle oder Zwiebelrostbraten wurden genossen.

Danach ging es steil hinauf zum „Schloss-Hohentübingen“. Ein prächtiger Blick über die Altstadt war die Belohnung. Weil dunkle Wolken Regen ankündigten, mussten die Teilnehmer „notgedrungen“ die Brauerei-Gaststätte „Neckarmüllerei“ aufsuchen. Vom Biertisch aus konnten sie die Stocherkähne auf dem Neckar beobachten. Anschließend ging es in die benachbarte Gemeinde Pliezhausen, ins „Hotel Schönbuch“. Hier war der große Tisch mit Blick auf die „Schwäbische Alb“ reserviert.

Nach einer gemütlichen Frühstücksrunde führte die Reise am zweiten Tag in den Schwarzwald, nach Freudenstadt, mit dem größten Marktplatz in Deutschland. Unter den Arkaden lässt es sich trockenen Fußes (auch bei Regen) bequem laufen. Der Stadtkern wurde in den letzten Stunden des Krieges 1945 völlig zerstört, erscheint aber inzwischen nach der Restaurierung wieder in vollem Glanze. Zuletzt steuerten die Busfahrer den Odenwald an. Im gutbürgerlichen Gasthaus „Zum Reichenberg“ ließen sie sich nochmals mit deftigen Speisen verwöhnen und alle Kollegen sagten wie aus einem Munde: „Die Reise war Oig Schäi“.

guf

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