Bewerbung für „Unser Dorf hat Zukunft“

Schon viele Teilnehmer bei Online-Umfrage

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Auf der Wunschliste der Klein-Zimmerner steht auch ein Lädchen.

Klein-Zimmern - Bisher gibt's die Durchschnittsnote 1,76 für Klein-Zimmern. Der Ortsteil bereitet derzeit die Bewerbung für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vor. Zum ersten Arbeitstreffen kamen gut 40 Teilnehmer ins Feuerwehrhaus. Von Gudrun Fritsch 

Um die Meinung zum Leben und zu Angeboten in Klein-Zimmern abzufragen und den Projektgruppen auch eine Grundlage mit an die Hand zu geben, wie der Ist-Zustand bewertet wird, haben Markus Geßner und Reiner Raab auf der Ortshomepage www.klein-zimmern.de eine Umfrage gestartet. „Der Fragebogen wird jetzt auch im Ort an alle Haushalte verteilt“, erklärte Raab. Möglichst viele Einwohner sollen Antworten, aber insgesamt sah es Geßner beim ersten Arbeitstreffen vergangene Woche sehr optomistisch: „Nach wenigen Tagen haben im Internet schon 70 Leute den Bogen ausgefüllt. Aber wir wollen, dass aus den 70 bald 700 werden.“

Keine unrealistische Vorstellung, wenn man sieht, dass mehr Teilnehmer gekommen sind, als sich nach dem ersten Infotreffen in die Arbeitsgruppen eingetragen hatten. „Der E-Mail-Verteiler ist angelegt und auf der Homepage gibt es viele weitere Informationen“, so Geßner. Er habe auch Kontakt zum Ortsvorsteher von Richen aufgenommen. Heiko Handschuh (CDU) habe gesagt, er wäre gerne bereit, etwas zum Vorgehen bei der Projektbewerbung zu sagen, aber nicht, was konkret gemacht werden könnte. In Richen habe man zudem alles in einer Arbeitsgruppe behandelt.

Nach der kurzen Begrüßungsrede zogen sich die vier Arbeitsgrupppen zur esten Beratung zurück. Weit über 40 Teilnehmer zwischen 17 und 75 Jahren, deutlich mehr Frauen als Männer – was allerdings am zeitgleich übertragenen Fußballspiel gelegen haben könnte – steckten die Köpfe zusammen. Und es waren auch einige Zugezogene gekommen, um sich aktiv am Projekt zu beteiligen.

Ralf Wiedekind zieht mit einer Gruppe in den Jugendraum im Obergeschoss, die anderen verteilten sich im Versammlungszimmer oder im Gaststättenraum des Feuerwehrhauses. Bettina Krumm (48) Verkäuferin und bis vor acht Jahren selber Ortsvorsteherin, sitzt mit ihrer Gruppe – alles Frauen bis auf einen Quotenmann – am langen Tisch. „Die Zeit ist begrenzt. Man kann ja nicht viel machen, aber lieber kleine Dinge bewegen“, erzählt sich hinterher dem LA. Auf die Frage, warum sie mitmacht, entgegnet sie: „Ich bin mein Leben lang hier, das ist mein Zuhause und es ist mir extrem wichtig. Ich kenne die Leute und lebe gern in Klein-Zimmern. Auch meine zwei Töchter sind sehr verbunden mit dem Ort und sind in Vereinen aktiv.“ Als erstes hat sich die Gruppe die Ortsschilder vorgenommen. „Die sehen inzwischen ganz schön grottig aus. Sowas sollte doch einladend sein für Leute, die herkommen“, so Krumm. Gemeinsam wurde eine Prioritätenliste angefertige, auf der „Streichen“ und „Schön machen“ ganz oben steht. Auch Bepflanzungen wollen sie vornehmen, „aber da sind wir halt vom Wetter abhängig“. Um die Arbeit in der kurzen Zeit zu schaffen, haben sie sich inzwischen bereits wiederholt bei Krumms getroffen, denn „im April geht’s ja schon zur Sache“.

Gottfried Salz, Eigentümer des ehemaligen „Haus der Begegnung“ sagt:„Ich wurde angesprochen und als Besitzer eines der ältesten Gebäude im Ort sehe ich mich in der Verantwortung. Natürlich ist mir auch das Gesamtbild des Ortes wichtig“. Gerne arbeite er folglich bei diesem Projekt mit.

Er Ist in der Gruppe, in der es um Gebäude geht. „Wir haben unter die Lupe genommen, was alles interessant wäre und wo man etwas tun könnte“, erzählt er. Außerdem will sich die Gruppe mit dem Soldatenfriedhof befassen. „Wenn genügend Menschen mitmachen, wird eine Verschönerung sicher möglich“, meint er.

Das nächste gemeinsame Treffen der Projektgruppen für „Unser Dorf hat Zukunft“ ist am Mittwoch, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Klein-Zimmern. Infos und der Fragebogen zum Ausfüllen sind auf der Orts-Homepage www.klein-Zimmern.de zu finden.

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