Betreuung im Provisorium / Zusätzliche Gruppe im Kindergarten Blumenstraße auch mit Dreijährigen aus Groß-Zimmern

„Bienengruppe“ startet im Container

Die Kinder der Bienengruppe verbringen ihren ersten Tag im Kindergarten Blumenstraße. Fotos (2): Bernauer

Klein-Zimmern - Zuwachs hat der Kindergarten Blumenstraße in Klein-Zimmern bekommen und das in mehrfacher Hinsicht. Eine neue Gruppe wurde eröffnet, zusätzliches Personal eingestellt und die Räumlichkeiten wurden erweitert. Von Ulrike Bernauer

Um alle Kinder über drei Jahre (Ü3), die Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben, aufnehmen zu können, musste die Gemeinde zügig handeln (wir haben berichtet).

Langfristig wird wohl noch eine Kindertagesstätte gebaut werden müssen. Um dem aktuellen Problem kurzfristig zu begegnen, wurde an den Kindergarten in der Blumenstraße angebaut.

Von außen sieht die Erweiterung auch aus wie ein Container: flach und quadratisch. Im Inneren hingegen merkt man kaum einen Unterschied zum sonstigen Kindergartenbau. Alles sieht hier neu aus - das ist das erste, was einem ins Auge sticht.

Das Kindergartenteam unter Leiterung von Susann Oswald hat sich Mühe gegeben, den neuen Gruppenraum genauso kuschelig einzurichten wie die anderen zwei. „Es ist noch nicht ganz fertig, aber der Raum soll ja auch zusammen mit den Kindern gestaltet werden“, sagt Oswald.

Ein Podest dient als Kuschelecke, ein Kinderwagen steht bereit, eine Kiste mit Holzklötzen wartet auf kleine Turmbauer und ein großes Kissen lädt zum Hineinspringen ein.

In dem Container, der am Dienstag das erste Mal mit Kinderleben gefüllt ist, befindet sich nicht nur der Gruppenraum. Der „Schnellanbau“ verfügt auch über einen Waschraum, einen Flur und einen Intensivraum, den alle Gruppen des Kindergartens nutzen werden. Ab und zu schaut eines der Kinder, die schon länger im Kindergarten sind, neugierig herein, aber insgesamt sollen die Kleinen der „Bienengruppe“ erst einmal unter sich bleiben, um sich aneinander und an die Erzieherinnen zu gewöhnen.

Sechs Kinder: Leonie, Kai, Chiara, Marven, Vivien und Pearl, wurden im November aufgenommen. Ab Dezember werden weitere hinzu kommen und Eltern, deren Kinder im Januar drei Jahre alt werden, wurden angeschrieben. Leiterin Oswald ist sich sicher, dass sich die Gruppe bald füllen wird. „Es muss sich erst noch herumsprechen, dass hier Plätze frei sind.“ Die Erzieherin freut sich über den Zuwachs, „das ist eine Bereicherung.“

Zwei neue Kolleginnen wurden eingestellt. Jasmin Weber, betreut seit Dienstag die Bienengruppe. Die kleine Chiara, die gerade ein wenig trostbedürftig ist, kuschelt sich in ihren Arm.

Die meisten der neuen Kinder kommen nicht aus Klein- sondern aus Groß-Zimmern. „Ob jemand vom Roten Morgen hierher fährt oder zum Hörnertweg, macht von der Strecke her kaum einen Unterschied“, so Oswald. Den Kindern ist es zunächst egal, wohin sie in den Kindergarten gehen. Sie scheinen sich alle wohl zu fühlen und in der vorerst kleinen Gruppe ist es einfach, sich einzugewöhnen. Der kleine Kai ist regelrecht wagemutig, er startet immer mal wieder Ausflüge zu den anderen Gruppen nebenan. „Unsere Kinder können natürlich auch Gruppenübergreifend spielen“, sagt Erzieherin Ute Gelford, die neben Weber für die Bienenkinder zuständig ist.

Leiterin Oswald fügt hinzu: „Wir würden uns über ganz viele neue Bienenkinder freuen. Noch sind Anmeldungen möglich und erwünscht.“

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