Bierdusche für den Bürgermeister

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Für einen Bierregen sorgte Ortsvorsteher Markus Gessner beim Bieranstich.

Klein-Zimmern ‐ „Schön war sie wieder, unsere Klein-Zimmerner Kerb, trotz des schlechten Wetters“, seufzt eine der Kerbfrauen am Dienstagabend und hat damit wohl die Gefühle aller Anwesenden auf den Punkt gebracht. Aber noch haben die Fans der Klein-Zimmerner Kirchweih ein paar Stunden, bevor es endgültig für dieses Jahr vorbei ist. Von Ulrike Bernauer

Nach den beiden Höhenpunkten, der Kerbauswerfung und dem Umzug mit anschließender Verlesung des Kerbspruchs, war am Montagfrüh der Bieranstich das Ereignis des Tages. Reichlich kräftig drosch Ortsvorsteher Markus Gessner den Zapfhahn ins Fass und schon nach drei Schlägen spritzte das Bier aus seinem Behältnis. So kräftig war der Strom, dass Bürgermeister Achim Grimm, der den Bierkrug hielt, schnell beiseite sprang und trotzdem einige Tropfen des kühlen Nass auf seiner Jacke landeten.

Donnernden Applaus gab es von Kerbfrauen und Kerbborschen für das Freibier, nachdem Ortsvorsteher Markus Gessner seine Nase in den Schaum des Bierkruges gesteckt hatte. Fröhlich feierten die Klein-Zimmerner ihren Montagsfrühschoppen mit anschließender Kinderbelustigung.

„Mer fraan uns uff’s nächste Johr“

Wer mehr über die Klein-Zimmerner Kerb und den Ausrichter wissen möchte, findet Informationen auf der Internetseite des Kuk.

Am Dienstagabend stellte sich die Kolonne von Kerbfans auf, um den Kerbhut einzuholen. Das Ganze fand unter feinem Nieselregen statt, der allerdings keinen wirklich störte. Vom Feuerwehrhaus zum Semder Pfad marschierte die versammelte Gesellschaft, der katholische Kirchenmusikverein vorneweg, wo der Kerbhut an einem Kran in wahrhaft luftigen Höhen hing. Feierlich war das Absingen der Kerbhymne, nachdem Josef Coy seine kurze Rede gehalten hatte: „Die Urkund häwwe mer dabei, die verschwin mim KuK, jetzt glei. Mer fraan uns uff’s nächste Johr, do feiern mer all mit, des is doch klor“. Genau so geschah es, die Kerburkunde wurde ins kupferne T versenkt, Walter Götz umklammerte das wertvolle Teil, während er auf dem Karren Platz nahm und langsam zusammen mit Joachim Köbel entschwand.

Feierlich war der Rückmarsch des übrigen Kerbvolkes, das sich im Feuerwehrhaus noch einmal ordentlich stärkte. Heiße Rindswürstchen und die letzten Ströme von Bier linderten den Abschiedsschmerz von der Kerb. Mit einem kleinen, aber feinen Feuerwerk wurde die Kerb 2010 dann endgültig verabschiedet.

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