Bilder von Marietta Lorz im Glöckelchen

Reinschauen lohnt sich

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Marietta Lorz mit ihrer „Würfel Pyramide“.

Groß-Zimmern - „Ich bin eigentlich keine Künstlerin“, sagt Marietta Lorz bescheiden von sich selbst. Ihr kreatives Schaffen sieht die Groß-Zimmernerin eher als Freizeitbeschäftigung oder Therapie. Von Gudrun Fritsch

Doch ihre Bilder, mit technischem Perfektionismus und Talent gemalt, sind auch hinsichtlich der Idee und Umsetzung gewiss als Kunst zu bezeichnen. Eine erste Ausstellung in der Säulenhalle in Groß-Umstadt war sehr erfolgreich. Dass rund 35 Werke von Mariettag Lorz nun im Kulturzentrum Glöckelchen zu sehen sind, ist wohl hauptsächlich dem Interesse von Freunden und Bekannten zu verdanken, die der Meinung sind: Die Bilder anzuschauen lohnt sich wirklich.

Die stilistisch unterschiedlich inspirierten, phantasievoll mit Öl, Pastellkreide und zuweilen auch Acryl auf Leinwand gebrachten Motive lassen dem Betrachter viel Raum. „Jeder sieht in meinen Bildern etwas anderes“, sagtLorz zufrieden, die sich besonders darüber freut, dass ihre Begeisterung und Liebe zum Malen zum Ausdruck kommt.

Die Motive ihrer Bilder sind fast immer konkret und lassen zuweilen ein verborgenes Gesicht, eine Form oder eine Pose erkennen. Mit dem Bild „Würfel Pyramide“ erinnert sie an M.C. Escher, denn auch das Surreale fasziniert sie. Die überwiegend warmen und freundlichen Farben gehen weich ineinander über, vermitteln aber oft einen gewissen Ernst und haben viel Raum-Zeit-Wirkung.

Eigentlich habe ich schon mein ganzes Leben gemalt“, erzählt Lorz, „aber so richtig professionell habe ich mich erst vor sechs Jahren der Kunst gewidmet.“ Professionell heißt für sie, dass sie nach Eintritt in die Rente vor sechs Jahren eine Ausbildung im Atelier Hénon absolviert hat. Sylvain Hénon gilt als strenger Lehrer, bei dem am Anfang gilt: zeichnen, zeichnen, zeichnen. Stilistisch und thematisch ist Lorz nicht festgelegt. „Ich male alles vom Stillleben bis zu Surrealistischem und suche immer was Neues“, sagt sie. Auf jeden Fall erfüllt sie sich jetzt mit der Kunst den Traum ihres Lebens.

Nach der Ausstellungseröffnung am Freitag, 1. November, sind die 35 Bilder im Glöckelchen noch am Samstag (2.) und Sonntag (3.) jeweils von 10 bis 19 Uhr zu sehen.

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