Auf dem Weg zu Bildungsstandards

+
Anhand von Dreiecken beschreibt Referent Gerhard Ziener Unterschiede im Denken und Erläutern.

Groß-Zimmern - (guf) Die Kinder, die Groß-Zimmerner Schulen besuchen, hatten am Montag frei. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Lehrer zu Hause bleiben können. Rund hundert Pauker finden sich am Morgen zum pädagogischen Tag in der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ein.

Unter Anleitung von Gerhard Ziener vom Pädagogisch-Theologischen-Zentrum Stuttgart drücken sie selber die Schulbank. Während dieses arbeitsintensiven Tages erfahren und vertieften sie anschließend in Arbeitsgruppen Informationen über Bildungsstandards. Ziel sind fachbezogene Kompetenzen, die alle Schüler bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Bildungsganges erreicht haben sollen und die über systematisches und vernetztes Lernen zu erreichen sind. „Diese Fähigkeiten beziehen sich immer nur auf den Kernbereich des jeweiligen Faches und werden ab 2010 an einzelnen Schulen erprobt“, so der Referent.

Ich finde die Veranstaltung gut“, sagt Axel Pucknat, Schulleiter der Friedensschule. Auch den Lehrern bringe es schließlich viel, geschult zu werden.

Der Begriff Bildungsstandards wabert irgendwie am Horizont und uns interessiert sehr, ob es sich nur um ein Gewitter oder einen Neuanfang handelt“, so Pucknat.

Es soll ein verlässlicheres Bildungsangebot für alle erreicht werden“, erklärt Ziener. Am Ende der dritten Klassen sollen Lernstandserhebungen durchgeführt werden. Die Schüler bekommen hierfür keine Noten, sondern lediglich einen Rückmeldebogen.

Auch Wolfgang Sahm, Förderstufenleiter der ASS, ist begeistert von der Veranstaltung: „Es kommt nicht oft vor, dass die Kollegien aller Zimmerner Schulen einmal zusammen kommen“, meint er.

Neben fachlichen Studien und Diskussionen über die Bildungseinrichtungen oder auch einzelne Schüler könne man sich so menschlich ein gutes Stück näher kommen.

Und diese Möglichkeit nutzen die Lehrer in der Pause beim Kaffeetrinken.

Der Lärmpegel entspricht dabei durchaus dem eines regulären Schultages.

Kommentare