Bäume mit Hornissen und hohlen Stämmen

Birkenruhe ohne Birken

Die Birkenruhe am Tag nach den Baumfällarbeiten. Das Panoramabild hat Norbert Kaiser, der Vorsitzende des OWK Groß-Zimmern, geschickt zusammengefügt.

Groß-Zimmern - Mehrere Waldspaziergänger haben in den letzten Tagen Vorstandsmitglieder des Odenwaldklubs darauf angesprochen, dass an der Birkenruhe viele Bäume gefällt wurden. Von Horst Neumann

Horst Neumann teilt dem Lokal-Anzeiger nun zu diesem Thema Folgendes mit: „Im vergangenen Sommer war in einer Birke in der Nähe der offenen Hütte ein Hornissennest. Die Naturschutzbehörde des Landkreises hatte eine Verlegung des Ein- und Ausflugloches durch die Anbringung von Entwässerungsrohren veranlasst.“

Die Hornissen hätten dieses jedoch kaum angenommen, sondern sich nebenan ein neues Loch geschaffen. Mitglieder des Odenwaldklubs haben daraufhin einen Bereich von etwa drei Metern um den betroffenen Baum mit Flatterband und Hinweisschildern abgesperrt. Fest stand von Anfang an, dass dieser Baum innen hohl war und damit für Besucher der Birkenruhe bei Wind eine Gefahr darstellen würde. Deshalb wurde im Herbst - nach dem die Hornissen abgestorben waren - Förster Martin Starke auf den Baum angesprochen. Er hat kurzfristig einen Ortstermin mit dem engeren OWK-Vorstand und dem Vertreter einer Baumfällfirma anberaumt. Bis zu diesem Termin war ein stattlicher Baum, dem man am Stamm keinerlei Schaden ansah, ohne erwähnenswerten Sturm umgefallen.

Hierdurch inspiriert haben der Förster und ein Mitarbeiter des Forstes beim Ortstermin die Bäume im Bereich der Spielgeräte in Augenschein genommen und Wurzeln im Umkreis des Erdeintritts teilweise freigelegt.

Bei zwölf Bäumen wurde die Standsicherheit kritisch eingeschätzt. Da gegen die Einschätzung der Fachleute niemand die Verantwortung für diese Bäume übernehmen kann, wurde der Fällung zugestimmt.

In diesem Zusammenhang müsse man natürlich auch darauf hinweisen, dass im Wald immer eine gewisse Gefahr von herab fallenden Ästen und umstürzenden Bäumen ausgeht, so Neumann. Um das Fällen zu ermöglichen, wurden die Bänke kurzfristig aus der Gefahrenzone gebracht. Im Frühjahr müsse man sehen, wo sinnvoller Weise Bänke aufstellt werden und mit dem Forst absprechen, ob und wo Bäume neu gepflanzt werden.

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