Bisher zwei Gymnasialklassen

Groß-Zimmern - Die Schulzeitverkürzung, ein Thema, das ursprünglich als Innovation im internationalen Bildungsvergleich gedacht war, entwickelt sich mittlerweile zum Reizwort für Eltern und zu einem Wechselspiel, das letztendlich wohl die Kinder ausbaden müssen. Von Gudrun Fritsch

Das wird auch in Zimmern deutlich. Nachdem 2005/06 hessenweit und damit auch an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) die G 8 eingeführt wurde, hat die ASS die inzwischen vom Kultusministerium erlaubte Wahl getroffen und sich dazu entschlossen, ab dem kommenden Schuljahr wieder zu einer neunjährigen Gymnasialschulzeit zurückzukehren (wir berichteten).

„Die Entscheidung hat sich die Schulgemeinschaft nicht leicht gemacht“, berichtet Schulleiter Helmut Buch. Zuvor hatten sich die Gesamtkonferenz einstimmig und die Elternbeiräte mit 75-prozentiger Mehrheit für die Änderung ausgesprochen. Sie gilt für die Klassen, die nach den Sommerferien den fünften Jahrgang bilden werden, und für die derzeitigen Fünften, die dann - wie früher - erst in der siebten Jahrgangsstufe mit der zweiten Fremdsprache beginnen. Der derzeit sechste und siebte Jahrgang wird weiterhin nach G 8 unterrichtet.

„Hier war die vom Gesetzgeber geforderte einstimmige Elternentscheidung nicht möglich“, so Buch.

Folglich wird an der ASS nun noch drei Jahre nach G 8 unterrichtet. Anschließend geht Gymnasium wieder bis zur zehnten Klasse. Interessant wird es ab Mitte Mai, wenn definitiv feststeht, wer an welche Schule geht. Erst dann wird wohl erörtert, ob es drei G 5-Klassen geben wird.

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