Blutspendetermine auch 2009 eine Erfolgsstory

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Beim Neujahrsempfang des Roten Kreuzes wurden auch Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt (von links): Cordula Habenicht (25 Jahre), Friedhelm Becker-Schrammel vom DRK Eppertshausen, Gerhard Kunz, Christel Lotz, Erich Suchomski, Marianne Strauss (alle 40 Jahre), Torben Pullmann und Bettina Gibson-Altmann.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Helfen steht jedem gut.“ Dieses Motto des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) setzt die Ortsgruppe Groß-Zimmern vorbildlich um.

Helfen lassen sich aber auch die Helfer manchmal selbst gerne, so berichtete zumindest die erste Vorsitzende Bettina Gibson-Altmann bei ihrer Rede anlässlich des Neujahrsempfangs am Samstag im Glöckelchen. Mithelfen dürfen bei den Blutspendeterminen nämlich auch Nicht-DRK-Mitglieder. Apropos Blutspendetermine, die waren auch in 2009 wieder eine Erfolgsstory. 1.368 Blutspender gaben den wertvollen roten Saft, darunter 94 Erstspender. 40 Helfer betreuten im Durchschnitt die Spendenwilligen, darunter auch die Freiwilligen, die nicht dem DRK angehören.

Gibson-Altmann richtete ihr Augenmerk auch auf die zahlreichen fördernden Mitglieder, ohne deren Beiträge die Arbeit der Ortsgruppe und auch des Gesamt-Rotkreuzes nicht möglich wäre. 41 von ihnen wurden in diesem Jahr geehrt, darunter war ein Mitglied, dass seit fünf Jahren dabei ist, zwei Mitglieder wurden für 15 Jahre geehrt, neun für 25 Jahre und 31, die der Ortsgruppe seit 40 Jahren die Treue halten.

Beitragsanteile wandern auch zur Haiti-Unterstützung

Auch wenn der Kreisverband einen Teil der Mitgliedsbeiträge erhält, wie Friedhelm Becker-Schrammel vom Kreisverband betonte, so bleibt doch ein Teil des Geldes beim Ortsverband. Aber auch die weitergeleiteten Beitragsanteile, die bis zum Bundes-DRK hoch gereicht werden, erfüllen natürlich ihren Hilfezweck. So werden zum Beispiel mobile Lazarette beschafft, die ganz aktuell beispielsweise in Haiti eingesetzt werden.

Diese großen Katastrophen gäbe es in Groß-Zimmern glücklicherweise nicht, Hilfebedarf bestünde dennoch, so die Vorsitzende. Ein besonderer Dank ging von Gibson-Altmann an die zwei „roten Engel“ Angela Lorenz und Edith Thomas, die eine Dame mit Multipler Sklerose betreut hatten und sich danach um einen älteren Herren gekümmert hatten, bis der einen Platz im Pflegeheim in Reinheim erhielt.

Sanitätsdienst bei der Kerb ist Routineaufgabe

Das alles haben sie so nebenbei geleistet, neben der Betreuung des eigenen Enkels, der Leitung einer Diabetiker-Selbsthilfegruppe, trotz Arbeitsplatz, Besuchsdiensten, Vorstandsarbeit und der eigenen Familie“, betonte Gibson-Altmann.

Zu den regulären Aufgaben der Ortsgruppe gehört auch der Sanitätsdienst, beispielsweise bei der Kerb. Um hier die Anforderungen bestmöglich zu erfüllen, haben sich 15 Mitglieder der Ortsgruppe fortgebildet.

Gute Akquisition sichert den Nachwuchs

Über 20 ausgebildete Sanitäter verfügen die Zimmerner momentan. Diese hohe Anzahl sei nicht nur ein Verdienst des guten Rufes der Zimmerner, sondern auch bedingt durch die stetige Akquisition durch Bereitschaftsleiter Hans-Jürgen Schönig mit der Unterstützung seiner Gattin Viola und Tochter Rebecca. Als Dank erhielten die drei eine warme Fleecejacke.

Bürgermeister Achim Grimm dankte dem rührigen Verein mit dem riesigen Jahresprogramm. In Zukunft werde in Zeiten knapper Kassen auch die Vernetzung unter den Hilfsorganisationen wie dem DRK, den Johannitern oder der Feuerwehr immer wichtiger. Armut und Vereinsamung werde es in Zukunft noch häufiger geben, umso wichtiger sei das ehrenamtliche Engagement, das heute durchaus nicht selbstverständlich sei.

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