Böcke lassen Baum warten

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Zügig wurde der Kerbbaum umgelegt und fand auf den bereitgestellten Böcken Platz.

Groß-Zimmern - Ganz offensichtlich konnten sich auch die Kerbborschte des Jahrgangs 1991/92 - wie ihre Vorgänger - nicht von ihrem Kerbbaum trennen. Von Ulrike Bernauer

Beendet das Umlegen des Baumes, der acht Wochen lang den Roten Platz geschmückt hat, doch unwiderruflich das Ende der Kerb des jeweiligen Jahres.

Nur so ist wohl die Tradition zu erklären, dass die jungen Männer alle Jahre wieder grundsätzlich ein oder mehrere notwendige Utensilien für den Kraftakt des Umlegens einfach vergessen.

Am Samstag war es nicht die Säge, mit der das wertvolle Stück in kleine Teile zerlegt werden sollte, die dann die Kerbborschte als eine Art Trophäe aufbewahren. Diesmal fehlten die Böcke, auf die der Baum beim Sägen gestützt wird.

Eine dreiviertel Stunde nach der angekündigten Zeit war es dann soweit, die Böcke standen und die rot-weißen Kerbborschte hatten sich hinter und vor dem Baum versammelt. Die Mannschaft, die an den Seilen stand, um den Stamm schön langsam und kontrolliert abzusenken, erhielt Unterstützung von einigen der Umstehenden. Vor dem Baum wartete die andere Hälfte des Kerbjahrganges, um das gute Stück in Empfang zu nehmen.

Das Umlegen ging dann auch schnell und problemlos über die Bühne, genauso wie das Zersägen des Baumes, bei dem so mancher Kerbborscht noch einmal ordentlich ins Schwitzen geriet. Ein Zustand, den einige nach der Warterei in der Kälte als eher angenehm empfanden.

Auch Timo und Julian Geiß trauerten über die letzte Amtshandlung ihrer aktiven Kerbborschtezeit, aber lange hielt die Trauer nicht an.

Schließlich winkte gleich im Anschluss das Rocktoberfest des Jahrgangs 1981/82, bei dem später in der Mehrzweckhalle noch einmal ordentlich gefeiert wurde.

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