Brüderpaar legte Dutzende Brände

Erbach/Darmstadt/Groß-Zimmern (dpa) - Zwei mutmaßliche Serienbrandstifter aus dem Odenwald haben ein Geständnis abgelegt.

Die 26 und 31 Jahre alten Brüder gaben zu, in den vergangenen vier Jahren in Erbach und Michelstadt 32 Brände in Kellern, Scheunen, Gartenhütten und Garagen gelegt zu haben, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die räumliche Verteilung der Brände erstreckte sich sowohl auf die Kreisstadt, als auch auf deren Nachbarort. 19 Menschen wurden verletzt, meist durch giftigen Rauch. Es entstand ein Gesamtschaden von 1,5 Millionen Euro.

Die Polizei untersucht, ob die Brüder aus Darmstadt und Michelstadt auch für die Brandstiftungen in Groß-Zimmern infrage kommen. Innerhalb weniger Wochen waren hier zumeist Gartenhütten, Holzunterstände und Schuppen angesteckt worden (wir haben berichtet). Derzeit gebe es hierzu aber noch keine Erkenntnisse.

Auch das Motiv sei noch nicht bekannt. „Hier muss nachermittelt werden“, sagte der Polizeisprecher. Mit der Feuerwehr hätten die Männer nichts zu tun. Die beiden sitzen in Untersuchungshaft.

Die Verdächtigen waren den Angaben zufolge bereits nach Feuern an Ostern ins Visier der Polizei geraten. Der Verdacht gegen sie habe sich damals aber nicht erhärten lassen. Nach einem Brand in Michelstadt in der vergangenen Woche klickten dann die Handschellen. „Das war nicht Kommissar Zufall, sondern die Ermittlungsarbeit der Polizei“, betonte der Sprecher.

Die mutmaßlichen Brandstifter hätten die Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen. Sie zündeten den Ermittlungen zufolge Gegenstände an, die sie vor Ort fanden.

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