Buddeln fürs Zeughaus der Vereine

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Trotz winterlicher Witterung trieben (von links) Norbert Kaiser, Vorsitzender des Odenwaldclubs, Thomas Beutel, Chef des Kerbvereins, und Bürgermeister Achim Grimm die Spaten kräftig ins harte Erdreich.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Nach vielen Jahren des Diskutierens und Planens wurde nun mit dem offiziellen Spatenstich aus einer Vision eine Tatsache: Auf dem gemeindeeigenen Areal neben der Rad-und Rollsporthalle entsteht das Zeughaus der Vereine.

Geplant sind zunächst drei Gerätehäuschen, die zur Lagerung des Vereinsinventars dienen sollen. Für acht Boxen ist auf dem Gelände Platz. Rund 9 000 Euro Materialkosten pro Box wird das Vorhaben verschlingen. Beim Bau heißt es für die Helfer von OWK und Kerbverein „Ärmel hoch krempeln“, denn alles läuft ehrenamtlich.

Bereits im Vorfeld machten sich Hans Hix, Rolf Pullmann und Rainer Lortz bezüglich Planung, Statik und Architektur um das Projekt verdient – auch sie arbeiteten gratis. Im April sollen dann die Bautrupps losgehen. Je nach Verfügbarkeit der Bauarbeiter könnte das Zeughaus bereits im Juli bezogen werden, hofft der Vorsitzende des Vereinsgremiums Heinz Held für die Bauherren.

Teilfläche des Hebewerks für Vereine in Aussicht gestellt

Es ist über zehn Jahre her, dass bei den Vereinen in Groß-Zimmern der Gedanke zu einem Zeughaus aufkam. „Alle Aktiven in den Vereinen wissen, dass sich im Laufe der Jahre viele Utensilien für Vereinsfeste, Umzüge, Ausstellungen und sonstigen Veranstaltungen ansammeln“, berichtet der engagierte Helfer Horst Neumann (OWK). Diese Dinge lagern meistens bei Mitgliedern und keiner weiß so recht, was alles da ist. Und wie es der Zufall will, werden Gegenstände immer dann gebraucht, wenn derjenige, bei dem sie gelagert sind, in Urlaub ist.

Die Idee wurde damals von vielen Vereinen begrüßt. Erste Skizzen fanden allgemeine Zustimmung. Allerdings fehlte das Grundstück und so geschah vorerst nichts. In den neunziger Jahren stellte sich heraus, dass das Hebewerk in der Justus-Liebig-Straße auf Dauer nicht gebraucht wird. Den Vereinen wurde von der Gemeinde eine Teilfläche des Geländes in Aussicht gestellt. Voraussetzung für die Nutzung waren umfangreiche Umbauten im Kanalsystem zur Stilllegung des Hebewerkes. Nachdem die baulichen Voraussetzungen gegeben waren, stellte sich heraus, dass das Grundstück Eigentum des Eigenbetriebes Abwasserbeseitigung ist und die Gemeinde nicht darüber verfügen kann. Man wolle es in das Eigentum der Gemeinde überführen, hieß es zunächst. Doch daraus wurde nichts.

Nur Odenwaldklub und Kerbverein bauen Boxen

Ein 9,70 Meter breites Gemeindegrundstück, gelegen zwischen dem Hallenbadparkplatz und dem Sepp-Herberger-Weg entlang des Verbindungsweges, bot sich an. Auf diesem schmalen Geländestreifen lässt sich die ursprüngliche Idee eines Zeughauses in Form einer Scheune nicht unterbringen. Außerdem ist in der heutigen Zeit ein so aufwendiger Bau durch die Vereine nicht mehr zu finanzieren. Einige Interessenten haben inzwischen andere Lösungen gefunden, andere können sich auch den Bau einfach nicht mehr leisten.

So werden jetzt nur noch der Odenwaldklub eine und der Kerbverein zwei Boxen bauen. Die Planung ist so angelegt, dass jederzeit weitere Boxen angebaut werden können. Bauherr ist das Vereinsgremium, das mit der Gemeinde einen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat. Unerverträge bestehen für die beiden jetzt bauenden Vereine

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