Musik, Tanz und viel Selbstgemachtes beim Afrikafest im Juz

Bunt, laut und bewegt

Für den afrikanischen Tanz haben sich die Kinder in Schale geworfen und tragen passende Gewänder oder Tücher. Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern (bea) - Gespannt sitzen Eltern und Kinder am Freitagnachmittag auf den Stühlen im großen Saal des Jugendzentrums und warten. Dann ertönt laut afrikanische Musik.

Die Teilnehmer der Ferienspiele kommen auf die Bühne und zeigen afrikanische Tänze, die sie in der vergangenen Woche gelernt haben. Ganz im Zeichen von Afrika standen die Aktionen im Jugendzentrum und die Kinder haben von Agnes Scheurich aus Ghana viel über den schwarzen Kontinent gelernt. Dazu gehört nicht nur der Tanz, den sie vorführen. Sie haben afrikanische Spiele gespielt, viel gebastelt und gekocht.

Das Büffet mit dem Gekochten und Frittierten ist ein Anziehungspunkt.

Scheurich erklärt, was alles Leckeres gebrutzelt wurde. Da gibt es gebackene Koch- und Essbananen, Kokosnusspfannkuchen oder afrikanischen Obstsalat. Ananas, Papaya und Mango sind im Salat. In Scheurichs ghanaischer Heimat sind noch andere Früchte Bestandteil, die es hier aber nicht zu kaufen gibt. Auch Bohnen wurden in einen Kuchen verwandelt.

Eine Ausstellung zeigt die vielen Bastelarbeiten. Da sind bemalte Rohre, die ein Geräusch wie Regen erzeugen, oder Blumentöpfe, die in Trommeln verwandelt wurden. Die Kinder haben gemalt und gebatikt, so dass viele bunte Seidentücher und Gemälde den Raum zieren.

Die Bilder sind in einen ganz besonderen Rahmen gespannt, der ist aus vier Stöcken hergestellt, die durch Bast miteinander fixiert sind.

Zusätzlich hat Agnes Scheurich auch noch Kunsthandwerk aus ihrer Heimat mitgebracht, das die Ausstellung der Ferienspielkinder ergänzt.

Beeindruckt zeigt sich Kerstin Keller, ihr achtjähriger Sohn Marius hat bei den Ferienspielen mitgemacht. „Es hat ihm richtig Spaß gemacht. Das waren seine zweiten Ferienspiele, im Sommer war er bei den Waldferienspielen“, erzählt die Mutter.

Von den Ausstellungsstücken will sich Keller einiges abschauen, der Regenmacher und die Pappmaché-Bilder haben es ihr besonders angetan. Sohn Marius trägt eine Kette aus bunten Papierperlen, „die haben wir auch selbst hergestellt.“

Philip (7) hat zur Ausstellung seine Mutter Christiane Zimmermann und die kleine Schwester Elise eingeladen. Auch Philip hat schon an den Ferienspielen im Wald teilgenommen. „Wir würden ihn nicht zu allen Ferienspielen anmelden, sondern eher bestimmte Themen auswählen, die ihn auch interessieren“, sagt Zimmermann. Ihr Sohn habe diese Ferienspiele hauptsächlich genutzt, um sich bei den Spielen oder den Tänzen körperlich auszutoben. „Das hat ihm wohl mehr Spaß gemacht, wie die Basteleien, was ich ein bisschen bedauere“, so Zimmermann. Alles in allem ist aber auch Philip von diesen afrikanischen Ferienspielen restlos begeistert.

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