Bunte Schnecken und Saurier unterm Hammer

Groß-Zimmern - (bea) „29 Euro für diese wunderbare Schnecke, wer bietet mehr?“ ruft Christa Kaiser und fügt hinzu, „Das waren allein die Gipskosten für dieses fantastische Tier“. Und fantastisch ist die Königin der Schnecken in der Tat, groß und schillernd bunt mit einem langen Hals und gelbem Kopf.

Der katholische Kindergarten hat Eltern und Freunde am Samstag zu seiner ersten Kunstausstellung eingeladen und einige der Werke versteigert.

Der Schneckenkönigin folgen eine etwas kleinere Schnecke und dann zwei großformatige Gemälde. Die haben die Kindergartenkinder zusammen mit der Zimmerner Künstlerin Monika Behlke gemalt.

Viele verfolgen gespannt die Versteigerung. Bei einem Bild erhält Holger Bernius den Zuschlag. Er will das farbenprächtige Gemeinschaftswerk daheim im Wohnzimmer oder im Flur aufhängen.

Die roten Herzchen auf der Leinwand hat Sarah gemalt. Und Gloria (6) zeigt im Bewegungsraum, in dem die Kunstausstellung aufgebaut ist, ihre Werke. Sie war sehr fleißig und hat nicht nur ein Prägebild hergestellt, sondern auch einen Uhu gezeichnet, ihm aus Spitzerabfällen ein buntes Federkleid aufgeklebt und ein farbenprächtiges Hundertwasserbild gemalt.

Mit den unterschiedlichsten Techniken haben die Kinder ihre Werke hergestellt. An den Stellwänden hängen „Zauberbilder“ aus Wachsstiften und Rubbeltechnik, Werke mit Pustetechnik, Gemälde im Stil von Miró und als Kollagen mit Spitzerabfällen. Gut vorbereitet waren die jungen Künstler. Einige haben das Hundertwasser-Haus in Darmstadt besucht und ihre Eindrücke auf Papier wiedergegeben. „Aus einem Projekt, das sich mit Farben beschäftigt, ist diese erste Kunstausstellung entstanden“, erzählt Kindergartenleiterin Regina Pietsch. Aus dem Erlös der Kunstausstellung - auch die kleineren Werke der Künstler konnten gekauft werden - soll eine Wackelbrücke angeschafft werden. „Mit den heutigen Einnahmen reicht es“, meint Pietsch. „Wir haben ja auch bei der Kinderfastnacht gesammelt“.

An einem Tisch nebenan stellen die vierjährigen Maria und Philipp schon wieder neue Bilder her. Einen „Majasaurus“ malt Philipp und erklärt: „das Blaue ist die Nase und das Gelbe sind die Ohren“. Maria hat einen grünen Berg gemalt, „auf dem ist ganz viel rotes Fleisch, damit die Dinosauriere was zum Fressen haben“.

Manuela Colomba verlässt den Kindergarten mit einem ganzen Stapel Bilder im Arm. „Die haben alle meine Kinder, Ricardo und Laetitia, gemalt“, erklärt die Mutter stolz und wie viele andere Mütter und Väter hat auch sie die Werke ihrer Kinder alle erstanden und mitgenommen.

Gloria ist stolz auf ihr Werk. Die vielen bunten Farben haben ihr auch am Hundertwasserhaus in Darmstadt gefallen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare