Bunte Wand und große Schaukel

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Eine Schaukel für Rollstuhlfahrer bauen Freiwillige in der Kolping-Anlage auf.

Groß-Zimmern - Ein wenig stöhnen die Handwerker am Samstag in der Kolping-Anlage schon. Erstens ist die Schaukel schwer, schließlich handelt es sich um eine wuchtige Holzkonstruktion, in der auch Rollstuhlfahrer samt ihres Gefährtes schaukeln können. Von Ulrike Bernauer

Zweitens ist die Aufbauanleitung nicht so richtig passend. Deshalb haben die Schaukelbauer einen der ihren zum Chefkonstrukteur erklärt, der sozusagen die Fäden in der Hand hält. Nach und nach nimmt das Gerät Gestalt an und man kann die Schaukel erkennen.

Mittagessen gibt es erst, wenn das Spielgerät fertig ist, haben die ehrenamtlichen Bastler streng mit sich selbst beschlossen.

Das Essen haben die anderen Freiwilligen des Ehrenamtstages zu dieser Zeit schon hinter sich. Neben dem Aufbau der ganz besonderen Schaukel in der Kolping-Anlage ganz in der Nähe des katholischen Kindergartens, wurde im Gersprenz-Pflegeheim von Schülern der Angelgartenschule eine Wand bunt bemalt und die Fußabdrücke, die das Pflegeheim, das Mehrgenerationenhaus und den evangelischen Kindergarten verbinden, wurden aufgefrischt.

Wenigstens für einen Tag helfen

Bei der Malaktion haben auch Luwan Sun und Alina Kraft aus Griesheim mitgeholfen. Die beiden Abiturientinnen wollten sich beim Ehrenamtstag beteiligen, der in der Region Darmstadt durchgeführt wurde, und die Aktionen in Groß-Zimmern haben sie besonders angesprochen. „Es tut einem gut, wenn man für andere etwas tut“, erklärt Sun ihr Engagement und Kraft sagt: „Wenn das mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr schon nicht klappt, dann helfe ich wenigstens für einen Tag.“

Angelika Seidler, zuständig für das Mehrgenerationenhaus, freut sich über die beiden „Fremden“, die viel Spaß am Helfen haben. Ansonsten haben die bewährten Zimmerner Hand angelegt, die auch sonst die „Orte der Begegnung“ mit gestaltet haben. Dabei waren - wie beim Aufbau des Schach- und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spieles, Vertreter der Ruheständler, des Turnvereins, des katholischen Kindergartens, des VDK und der Kinder- und Jugendförderung. Lediglich die Pfadfinder, die mit ihrer 72-Stunden-Aktion im Jahr 2009 den Beginn machten, haben sich diesmal nicht beteiligt. Nicht aus Desinteresse, sondern weil sie zu dieser Zeit in Madrid waren.

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