Ein Chor, der aus dem Rahmen fällt

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„QuerBeat“, nicht zu bremsen: Das Chorensemble gastierte erstmals in Groß-Zimmern und feuerte eine gigantische „Rakete“ ab.

Groß-Zimmern ‐ Mit einem musikalischen Feuerwerk begeisterten ein Dutzend Frauen ihr Publikum. Das feurige Rock-, Pop-, Swing- und Jazzensemble „QuerBeat“ gastierte erstmals im Zimmerner Kulturzentrum „Glöckelchen“. Von Ursula Friedrich

„It´s Ladies Night“ gab die Truppe gleich zu Beginn die musikalische Marschroute vor. War bei dieser „Ouvertüre“ noch ein Hauch Lampenfieber zu verspüren, wurden die Interpretinnen mit „Great Feelings“ und dem fulminant vorgetragenen Klassiker „It´s in his Kiss“ zunehmend professioneller. Chorleiter Werner Utmelleki schwärmte vom Piano in den rückwärtigen Teil des proppenvollen Saales aus, um seine Damen stolz als Zaungast mitzuerleben. Denn die Inszenierung, die nicht nur ein buntes Vokalerlebnis quer durch Pop, Jazz, ja sogar Klassik bietet, war auch ein Augenschmaus. Nichts wurde dem Zufall überlassen, sondern sorgfältig in Arrangements und Choreografien eingebunden.

In rot-schwarzer Garderobe betonte das Ensemble weibliche Eleganz – charakterisierte sich mit ganz unterschiedlicher Kleidung jedoch gleichfalls als leidenschaftliche Gruppe temperamentvoller Individualistinnen.

So kam es, dass der Chor seinem Namen alle Ehre machte und Literatur „querbeet“ präsentierte – mit geringen Ausnahmen pfiffig und stimmig arrangiert von Dirigent Utmelleki.

Gänsehaut-Feeling in unterschiedlichen Tonlagen

Wir sind der Chor der aus dem Rahmen fällt, alle dürfen ihre Lieblingslieder singen“, erklärte Stefanie Henning, die wegen ihres „Heimvorteils“ als Groß-Zimmerner Mädchen moderierte, und mit dem Stück von Silbermond „Das Beste“ als Solistin die Herzen der Zuhörer eroberte.

„Steffi“ war freilich kein Einzelfall, denn gut die Hälfte des Ensembles brillierte in unterschiedlichen Tonlagen auch mit Soloeinlagen.

Ein Erlebnis, das direkt unter die Haut ging, Gänsehaut und Begeisterungsstürme zur Folge hatte. Mit ein paar lustigen Szenen des Hausmeisters „Oliver Christ“ würzte der ideenreiche Chor sein Zimmerner Gastspiel – nach leidenschaftlicher Darbietung dankbar für ein Päuschen mit Prosecco aus der Dose.

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