Ferienspielkinder erkunden den Wilden Westen beim Bogenschießen und auf der „Farm“ von Bauer Mann

Cowboys und Indianer an der Gersprenz

Die Mitglieder des Vereins Trading Post East Maine zeigen, wie man ohne Streichhölzer und Feuerzeug Feuer macht.

Groß-Zimmern - Überall Cowboys und Indianer. Die Ferienspiele In dieser Woche standen unter dem Motto „Wilder Westen“. Und „was wäre der ohne Pferde gewesen?“, fragte Jugendpfleger Markus Psczolla. Von Ulrike Bernauer

Deshalb war unter anderem auch ein Besuch auf dem Bauernhof eingeplant, wo die Kinder den Pferden mal regelrecht mit Bürste und Striegel auf den Leib rücken durften.

Die Hände schossen regelrecht in die Höhe. Alle wollten einmal die Pferde striegeln. Mit Hingabe bürsteten vor allem die Mädchen den Tieren Staub und Dreck aus dem Fell. So manches ganz mutige Kind durfte auch Schmutz aus dem Huf kratzen, natürlich nur zusammen mit Mona, der Betreuerin, die auf dem Bauernhof auch zuhause ist. Die Pferde stehen beim Bauern Mann und nicht nur auf die großen Vierbeiner waren die Kleinen ganz versessen, sondern auch auf die Kaninchen, von denen am liebsten jedes Kind mal eines auf den Arm nehmen wollte. Vor allem die langohrigen Babys waren gefragt, und das tatsächlich, bis das letzte Kind den Hof auch wieder verlassen hatte.

Begeistert waren die Kinder auch von der Pferdeattrappe, auf der man das Voltigieren lernen kann. Wenn sie schon nicht auf dem Rücken eines echten Pferdes sitzen konnten, dann war der Lederrücken des unechten Hengstes eine echte Alternative.

Am Montag hatten die Ferienspiele im Jugendzentrum (Juz) begonnen und die meisten Teilnehmer standen eher auf der Seite der Indianer. Sie besuchten den Bogenschießplatz der TV-Abteilung am Ortsrand, wo mit Pfeil und Bogen auf Zielscheiben und aufgestellte Schaumstofftiere geschossen wurde. Am Nachmittag wurden die Jagdwaffen dann selbst hergestellt. Das Material, Haselnussstöcke für den Bogen und Weidenzweige für die Pfeile, hatte der Bauhof zum Juz gebracht. Das war auch gut so, denn sonst hätten beim Bogenschießwettbewerb am gestrigen Freitag zum Abschlusstag der wilden Woche nicht alle mitmachen können. Schließlich dauerte das Bauen doch länger als gedacht. Am Mittwoch gab es eine besondere Attraktion. Der Verein „Trading Post East Maine“ kam vorbei und zeigte, wie man im Wilden Westen in der Zeit zwischen 1750 und 1850 lebte. Fasziniert waren die Kinder von der großen Kiste, die eines der Vereinsmitglieder, als Trapper der damaligen Zeit gekleidet, mitbrachte. Felle und Fallen waren in der Holzkiste, aber auch ein Trinkhorn aus der damaligen Zeit, ebenso wie ein Löffel aus Horn.

Staunend beobachteten die Kinder auch, wie eines der Vereinsmitglieder ein Feuer ohne Streichholz oder Feuerzeug anzündete. Ein Feuerstein wurde an Metall gerieben, bis es Funken gab, damit wurde ein Läppchen Stoff zum Glühen gebracht, was wiederum Holzwolle zum Brennen brachte, die dann trockene Holzzweige entzündete. Mit Begeisterung testeten die Kinder auch altes Spielzeug, das aus einfachsten Mitteln wie Hölzern oder Stoffläppchen und Schnüren hergestellt war. Ganz ruhig wurden sie, als ein Lautenspieler zu den Klängen seines Instruments alte Gesänge anstimmte, darunter ein irisches Kinderlied, aber auch eine Eigenkomposition.

Am Donnerstagnachmittag wartete auf die Teilnehmer eine Wasserschlacht, die die Freiwillige Feuerwehr organisiert hatte. 46 Kinder waren in der vorletzten Ferienwoche angemeldet, darunter viele Mädchen.

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