Auch Stars müssen einmal gehen

+
„Auch Stars müssen einmal gehen“: Die ASS Schüler gingen aber nicht, ohne vorher nochmal ordentlich zu feiern.

Groß-Zimmern - „Auch Stars müssen einmal gehen“, so lautete das Motto der Schulabgänger 2009 der Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Am Freitag begingen die gut 140 scheidenden Schüler in der Mehrzweckhalle feierlich ihren Abschied von der Gesamtschule. +++Fotostrecke+++ Von Ulrike Bernauer

Für viele bedeutet es aber noch nicht den Abschied von der Schule, sie besuchen weiterführende Schulen in der Umgebung.

Bilder von der Abschlussfeier

Auch Stars müssen einmal gehen

Gute Wünsche gaben die Redner den Schülern mit auf den Weg. Eine Rede der Journalistin Mary Schmich aus der Chicago Tribun aus dem Jahre von 1997 gab Jürgen Köbler, der stellvertretende Schulleiter den Scheidenden an die Hand.

„Benutzt Zahnseide, hebt alte Liebesbriefe auf, werft alte Kontoauszüge weg“, waren die von Köbler übermittelten Ratschläge, aber auch: „lernt eure Eltern kennen, ihr wisst nie, wie lange ihr sie noch habt“. Bürgermeister Achim Grimm wünschte den Schülern die Erfüllung ihrer Träume und dass sie keine Starallüren entwickeln und mit beiden Beinen auf dem Boden stehen bleiben. Pfarrer Michael Fornoff schaute ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zum kürzlich verstorbenen Star Michael Jackson: „ich wünsche euch nicht, dass ihr solch ein Star werdet. Ich hoffe, dass ihr euch immer Ziele setzt und durchhaltet“. Kurz und bündig wünschte Christine Herzog, Elternbeiratsvorsitzende, Selbstbewusstsein und Stärke. Von wechselhaften Erfahrungen berichteten die beiden Schülervertreter Carsten Schütz und Jessica Dziwis. „Manche Aktionen haben uns das Leben schwer gemacht, aber jetzt sind wir stolz darauf, dass wir durchgehalten haben“.

Musikalische Zwischenspiele gab es bei der Feier mit Beiträgen des Schülerchors, der Schulband und einem Duo mit Alexander Rasch am Marimbaphon und Steffen Puchtler am Keyboard.

Zur Zeugnisausgabe auf die Bühne

Zur Zeugnisausgabe riefen die Klassenlehrer ihre Schüler dann auf die Bühne. Sehr unterschiedlich gestalteten die Lehrer den feierlichen Akt. Die Absolventen der Mittelstufe des Gymnasiums wurden ohne Zeugnis entlassen. Das gibt es erst Ende dieser Woche. Großes Gelächter gab es jedoch bei einer Klasse. Hier erhielt jeder Schüler ein Foto, das ihn vier Jahre jünger zeigte. Nach der Ehrung der besten Klassenvertreter und sozial engagiertesten Schüler, in der Regel allerdings Schülerinnen, kam der Teil, auf den alle sehnsüchtig gewartet hatten, der Showteil der Schüler. Sehr bewegt ging es los, die R 10 c zeigte zwei Tänze, wie sie unterschiedlich nicht sein konnten. Hip-Hop in Trainingsklamotten und bayrische Tänze in Dirndl und Lederhosen.

Den Schulalltag stellte die G 10 b vor, mit einem Yogi, der eine etwas andere Yogastunde hielt, einem Geschichtslehrer, der sich im Nebel der Vergangenheit verirrte und einer Musikstunde, die recht rockig endete. Stiller und beschaulicher wurde es beim Gospelchor, den die Klassen H 9 a, H 9 b sowie die SchuB 2 bildeten. Bauchtänzerinnen und -tänzer aus der R 10 b eroberten dann die Bühne und zeigten, dass sie auch moderne Tänze kennen.

„Stars“, dieses Motto hatte sich die G 10 a zu Herzen genommen. Sie verlieh Oskars an die Lehrer. Der umweltbewussteste Lehrer wurde gekürt, die beste Klassenfahrtbegleiterin, die Lehrerin mit dem witzigsten Lachen, oder die sympathischste Lehrerin. Den Klassenlehrer Wilfried Galler hätten die Schüler am liebsten manchmal auf den Mond geschickt. „Das war uns zu teuer, deshalb schicken wir sie jetzt mit einem Ballon über dem Rhein-Main-Gebiet fort“. Die R 10 beendete den Showteil mit einer furiosen Tanzvorstellung mit artistischen Einlagen und leitete stimmig die Partyphase ein. Die Schulband übernahm das Kommando auf der Bühne und Sängerin Nina Müller trommelte die Schüler auf die Tanzfläche. Ausgelassen gefeiert wurde dann bis in die frühen Morgenstunden.

Kommentare