Schäden nach heftigem Gewitter

Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

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Großeinsatz der Feuerwehren im Zimmerner Ortskern nach Blitzeinschlag.

Groß-Zimmern - Wieder schlug der Blitz in Zimmern ein. Erst vor zwei Wochen gab es - auch an einem Donnerstag - ein ähnlich lautes Zischen, Krachen und lang anhaltendes Donnern.

Das Gewitter wütete diesmal besonders heftig im Ortskern von Groß-Zimmern. Um 22.20 Uhr wurde die Feuerwehr von Groß-Zimmern alarmiert. Ein Blitz war in ein dreigeschossiges Haus in der Angelstraße eingeschlagen und hatte einen Dachstuhlbrand verursacht. „Wir hatten Glück, denn wegen einer Besprechung waren wir noch im Feuerwehrhaus und sofort einsatzbereit“, berichtet Pressesprecher Tobias Lang.

Als Einsatzleiter James Bennett eintraf, fand er bereits ein durchgebranntes Dach vor. Wegen der schwierigen Erreichbarkeit im Ortskern mit seinen engen Gassen, kamen auch die Wehren aus Klein-Zimmern, Dieburg und Münster hinzu. Zudem handelte es sich bei dem betroffenen Gebäude mit fünf Wohnungen um ein in massiver Bauweise und in zweiter Reihe erbautes Haus. Ein umfassender Löschangriff war erforderlich. Dazu wurden die entsprechenden Hubrettungsfahrzeuge von den Dieburger und Münsterer Kollegen in Stellung gebracht.

Totalschaden am Haus

Trotz der schnellen Einsatzbereitschaft griff das Feuer zügig über den Dachstuhl und auf eine angrenzende Wohnung über. Dank des konzentrierten Löschangriffs konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen jedoch verhindert werden. Ein Totalschaden an den beiden Dachgeschosswohnungen konnte jedoch nicht verhindert werden. Durch die Rauchgasentwicklung wurden auch die anderen Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Um bei den Nachlöscharbeiten die Brandnester bekämpfen zu können, wurde die Dachhaut von Innen und Außen an mehreren Stellen geöffnet. Zur zielgenauen Bekämpfung dieser Brandstellen wurde zudem eine Wärmebildkamera eingesetzt.

Die Bewohner der fünf Wohnungen konnten inzwischen bei Bekannten und Freunden unterkommen. Im Verlauf der Löscharbeiten musste gegen zwei Uhr erneut ein kleinerer Brandausbruch im Dachbereich gelöscht werden.

Schaden von 150.000 Euro

Außerdem musste ein einsturzgefährdeter Kamin abgetragen werden. Insgesamt waren 60 Helfer im Einsatz. Unterstützt wurde sie durch etwa 20 Kräfte von Rettungsdienst, Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter-Unfallhilfe Dieburg sowie der Polizei. Kreisbrandinspektor Ralph Stühling, Kreisbandmeister Matthias Maurer-Hardt und Bürgermeiser Achim Grimm machten sich noch in der Nacht vor Ort ein Bild der Lage. Die Groß-Zimmerner Einsatzkräfte machten bis etwa fünf Uhr die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus wieder einsatzbereit. Die Kollegen aus Klein-Zimmern waren bis sechs Uhr am Morgen mit eine Brandwache in der Angelstraße vor Ort. Am gestrigen Freitag gegen 12 Uhr trafen sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute dann erneut zum Reinigen der genutzten Ausrüstungsgegenstände und um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 150.000 Euro.   Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Feuerwehr.

guf

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