Ein Team aus sechs Personen wird den FSV künftig leiten.

Damoklesschwert der Führungslosigkeit abgewehrt

Ein sechsköpfiges Führungsteam wird die Geschicke des FSVs künftig lenken (von links): Nobert Wurtz, Harald Herbert, Stefan Herbert, Jens Reinhard, Reinhold Obertshauser und Johnny Conner.

Groß-Zimmern - (ula) Die Kuh ist vom Eis: Nach mehreren Monaten Zitterpartie, ob sich für den Fußballsportverein 1919 Groß-Zimmern (FSV) ein neuer Vorstand finden würde, wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag im Vereinsheim eine neue Führungsmannschaft gewählt.

Ein gleichberechtigtes Team aus sechs Personen wird die Geschicke des 405 Mitglieder starken Vereins in den kommenden zwei Jahren lenken. Die 56 Anwesenden wählten ihren neuen Vorstand ausnahmslos ohne eine einzige Gegenstimmen.

Das Sextett setzt sich wie folgt zusammen: Jens Reinhard (Finanzverwaltung), Johnny Conner (Sportbetrieb), Norbert Wurtz (Protokoll- und Schriftführer), Stefan Herbert (Altherrenabteilung), Harald Herbert (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Reinhold Obertshauser (Jugendleiter).

Damit geht der Verein auch organisatorisch neue Wege: Der klassische Ämterzuschnitt mit einem Vereinschef sowie einem Stellvertreter wurde aufgebrochen und die Aufgaben der Vereinsführung auf sechs Schulterpaare verteilt. Dabei sind die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands gleichberechtigt.

Eine Änderung, die im Vorfeld eine neue Satzung erforderte, der 53 Anwesende zustimmten, drei enthielten sich. „Schade, dass wir keinen Mann haben, der dem Verein vorne ansteht“, kam Kritik aus den Mitgliederreihen. „Es wird sich ein Alphatier herauskristallisieren“, glaubte der ehemalige zweite Vorsitzende Thomas Gladitz. Wahlleiter Dieter Faig freute sich über das Engagement des neuen Vorstands. Denn: Bei der Jahreshauptversammlung des FSV im Mai dieses Jahres war kein neuer Vorstand gefunden worden und das Damoklesschwert der Führungslosigkeit schwebte über dem Verein. „Alle sind aufgerufen mitzuhelfen“, appellierte Faig an die Anwesenden.

Ein Quartett ehrenamtlicher Aktiver wird den neuen Vorstand unterstützen: Manfred Exner wurde zum Platz- und Gerätewart gewählt, Harald Haas zum Vergnügungsausschussvorsitzenden, Udo Suschynskyj zum Spielausschussvorsitzenden und Thomas Gladitz wird die Homepage pflegen.

Die Kassenprüfung übernehmen Esther Herbert und Andreas Kramer. Angesichts dieser Entwicklung kann sich der scheidende Vereinschef Kurt Repp beruhigt zurückziehen. Jens Reinhard dankte dem Vorgänger, der die Geschicke des Vereins über zehn Jahre lang lenkte.

Der neue Vorstand wird seine Arbeit ohne Verzögerung aufnehmen. Besondere Herausforderungen sind die Stabilisierung der Finanzlage, sowie die Steigerung der Einnahmen. Ein neuer Pächter für die Vereinsgaststätte muss gefunden werden, die offiziell seit 1. Oktober zu haben ist.

In den kommenden Wochen heißt es für die FSV Aktiven bereits die Ärmel hochkrempeln, denn neben dem Spielbetrieb stehen allerlei Veranstaltungen an. Am 23. Oktober ist ein Oktoberfest geplant, am 24. Oktober ein „Tag der Jugend“ und am 14. November feiert die Alte-Herren-Abteilung ihren 40. Geburtstag in der Mehrzweckhalle.

Auch beim Zimmerner Weihnachtsmarkt am 28. November will der FSV wieder dabei sein.

Kommentare