Kinder der Friedensschule durften in Rhythmuswelten eintauchen

„Das Leben ist rhythmisiert“

Beim Programm der Musikpädagogen Jürgen Karle und Horst Schippe ging das junge Publikum mit. Fotos(2): Friedrich

Groß-Zimmern - Rhythmisch, groovie, musikbegeistert. . . all das sind sie, die über 300 Kinder der Friedensschule. Von Ursula Friedrich

Und das Kollegium setzt noch einen drauf: „Wir haben in jeder Lehrerkonferenz einen musikalischen Anfang“, schmunzelt Gaby Joest, Musikkoordinatorin an der Grundschule. Die Friedensschule ist eine von sechs musikalischen Grundschulen im Landkreis.

Vergangene Woche wurde Friedensschülern und dem 21 Pädagogen starken Kollegium ein besonderes Highlight geboten: Die Berufsschlagzeuger und Musikpädagogen Jürgen Karle und Horst Schippers karrten eine ganze Lkw-Ladung (Schlag-) Instrumente an, um in der Sporthalle ihre Rhythmuswelten zu inszenieren. Japanische Klangschalen, afrikanische Kongas, ja sogar deutsche Kunststoffeimer aus dem Discounter entfachten hier ihre Klangwelten.

Mit pädagogischem Feingefühl für das junge Publikum wurde die Welt der Instrumente und Klänge erschlossen. Wer im munteren Austausch mit Jürgen und Horst einmal fachlich daneben lag (Horst: „Das ist eine Kuhglocke, wo kommt die her?“ „Ägypten?“) fand im praktischen Teil einen ganz eigenen Zugang zur Musik. Wenn die beiden Musiker auf Marimbafon Drum Set oder gar der „dicken Berta“ aus dem Fanfarenzug los wirbelten swingte, hopste und klatschte das Publikum treffsicher mit. Und endlich, endlich durften die Kinder an diesem musikalischen Morgen selbst musizieren.

Um das außergewöhnliche Erlebnis zu ermöglichen, hatte der Förderverein der Friedensschule die Veranstaltung mit 300 Euro gesponsert.

„Musik im Schulalltag, das ist doch einfach schöner, bunter“, freute sich Gaby Joest über die Veranstaltung, die klassenweise den ganzen Morgen über besucht wurde. Rhythmen, so ihre Philosophie, seien jedem Menschen eingängig, „und tun einfach gut. Eigentlich ist das ganze Leben rhythmisiert.“

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