„Kleinerer Ersatzbau dient nur der Optik“ / Supermarkt soll im November eröffnet werden

Denkmal kostet Investor ein gutes Jahr

Jetzt laufen die Arbeiten für den Supermarkt auf Hochtouren.Fotos: Fritsch

Groß-Zimmern - (guf) Auf dem ehemaligen Eco-Gelände in der Reinheimer Straße wird jetzt auf Hochtouren gearbeitet. Hier soll ein Penny-Markt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und rund 80 Parkplätzen entstehen.

„Wir haben Anfang letzter Woche angefangen und Ende nächster Woche wird voraussichtlich die Bodenplatte betoniert“, berichtet Bauleiter Erhard Weber von der Firma KIZ-Bau aus Bad Soden. Das Generalunternehmen, das in Groß-Zimmern bereits am Ortsrand Richtung Dieburg den Netto-Markt (anfangs Plus) und als Hotel Garni die ehemalige Asylbewerberunterkunft in der Röntgenstraße errichtet hat, will mit dem Bau in der Reinheimer Straße bis Ende Oktober fertig sein, um den neuen Supermarkt schlüsselfertig zu übergeben.

Nachdem die denkmalgeschützte Lagerhalle im Sommer 2008 „versehentlich“ bis auf den Sockel abgerissen wurde, gab es im vergangenen Jahr zunächst einen Baustopp für diesen Bereich.

Liane Mannhardt von der Unteren Denkmalschutzbehörde hat im Zuge der Neuauflage der Denkmaltopographie des Landkreises mit dem Planer Alfons Keck eine Vereinbarung getroffen. Vor weinigen Tagen wurde jetzt noch ein Restüberstand des alten Gebäudes abgerissen.

„Der genehmigte Bauantrag sieht nun eine kleinere Kubatur vor. Der etwa fünf bis sechs Meter nach innen versetzte Ersatzbau soll nach vorne die alte Gebäudeentwicklung wiedergeben, was hauptsächlich der Optik dient“, erklärt Keck im Gespräch mit dem LA. Die offene Konstruktion in Holzbauweise mit Ziegeleindeckung nahe der Bushaltestelle könnte als Unterstell-Halle für Fahrräder dienen.

Ansonsten bleibe es bei der ursprünglich vorgesehenen Planung. Neben dem Supermarkt und den Parkplätzen soll ein Café entstehen, das wiederum von Rewe/Penny unterverpachtet werden wird. Die Maßnahme umfasst angefangen vom Erwerb ein Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro.

Eigentlich wollte man schon längst fertig sein, aber die Probleme mit dem Denkmalschutz haben zusätzlich ein Jahr gekostet. „Ich bin froh, dass sich dort am Ortsrand endlich etwas tut“, meint auch Bürgermeister Achim Grimm. „Besonders für ältere Leute im Otzbergring und in Schlackenhausen wird der Markt eine Erleichterung sein“.

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