Dialoge eines Chamäleons

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Zum Auftakt des Bücherherbstes kamen viele Zuhörer in das Mehrgenerationenhaus. Die erste Geschichte der Saison las Elke Rambach (links).

Groß-Zimmern (bea) ‐ Unweigerlich ist er gekommen, der Herbst. Und neben schlechtem Wetter bringt er auch noch so manch gute Sache - der Bücherherbst gehört mit Sicherheit dazu. Nun fand die erste Lesung in diesem Herbst statt, ins Mehrgenerationenhaus (MGH) hatten die Bücherwürmer eingeladen.

Fantastische Geschichten wird es von Autoren aus der Region in diesem, nunmehr 11. Leseherbst geben, den Auftakt machte Elke Rambach. „Eindeutig haben wir uns beim Vorablesen für eine Geschichte entschieden und es war klar, wir beginnen mit Alexandra Michels Story über das Chamäleon“, erklärte Bücherwurm Karin Göttmann am Beginn der Lesung.

Überrascht waren die Zimmerner Lesefreunde, als Michels sich als eine der ihren entpuppte, Michels ist nur der Künstlername der Zimmernerin Rambach. In Eschwege ist die Autorin geboren, über die Pfalz, Mainz und Altheim kam sie im Jahr 2002 nach Groß-Zimmern. Dort stürzte sie sich gleich in mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten, unter anderem ist ihr das Mehrgenerationenhaus durchaus nicht fremd, arbeitet sie doch auch hier ehrenamtlich. Am Dienstag nahm Rambach mal auf Autorinnen- und nicht auf der Helferinnenseite Platz.

Förderungen bleiben unangetastet

In Dialoge hat sie ihren Text verpackt, um Unsterblichkeit geht es in ihrer Geschichte. Mal was ganz anderes konnten die Gäste des MGH hören, madagassisch ließ die Autorin ihr Chamäleon Leon Camme sprechen. Die Übersetzung lieferte sie glücklicherweise gleich mit.

Das Geld für die Bücherwürmer haben wir trotz 3-Millionen-Defizit im Haushalt nicht angetastet“, erklärte Bürgermeister Achim Grimm vor Beginn der Lesung und sicherte eine Förderung auch für 2011 zu. „Die Bücherwürmer bringen das Lesen an die Kinder und Jugendlichen, das ist heutzutage eine echte Herausforderung“. Grimm machte nicht nur für die lesenden Würmer, sondern auch für die Gemeindebücherei Werbung: „der Zugang zu Büchern ist einfach zu wichtig, auch hier werden wir die Förderung nicht einstellen.“

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