Umbau des Denkmals: Bauamt soll Kosten ermitteln / Antrag im Verfahren

Diese Mauer fällt vorerst nicht

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Für den Gedenkstein wird es keine Wende geben

Groß-Zimmern (guf) ‐ Versteckt hinter einer Mauer neben dem Parkplatz der Mehrzweckhallen-Gaststätte in der Kreuzstraße befindet sich der Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Groß-Zimmern. „So ist er für Passanten kaum wahrzunehmen und parkende Autos versperren zusätzlich die Sicht“, kritisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Hader (der LA berichtete).

Das Anliegen, an den Standort der Synagoge sowie die Toten des zweiten Weltkrieges zu erinnern werde so nur ungenügend erfüllt, hieß es in dem Antrag. Der sah vor, den Stein um 90 Grad zu drehen, damit er mit der Vorderseite zur Kreuzstraße steht. Außerdem sollte die davor befindliche Mauer aufgebrochen werden, um den Blick auf das Mahnmal freizugeben. „Das aufgebrochene Mauerwerk könnte zudem die zerstörende Wirkung des Krieges symbolisieren und zu einer Aufwertung der kleinen Gedenkstätte beitragen“, argumentierte SPD-Mann Claus Rosendahl im Gemeindeparlament. Es handele sich nicht um eine politische, sondern eine kostenabhängige Diskussion, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Pentz. „Gedenken ist sehr individuell“, findet er und zudem sei die Atmosphäre direkt an der Straße auch nicht passend. Der SPD-Antrag fand zwar keine Mehrheit, soll jedoch weiter im Verfahren bleiben, um Kosten und eventuell andere unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes am Gedenkstein der ehemaligen Synagoge zu untersuchen.

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