"Dinner in white" in der Grünen Mitte

Mit Bollerwagen und Picknickkorb

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Das „Dinner in White“ findet regen Zuspruch und den Teilnehmenden gefällt es ausgesprochen gut.

Groß-Zimmern - Schwer sind die Tafelnden nicht zu finden. In hellem Weiß leuchten sie auf in der Grünen Mitte. Schon kurz vor 17 Uhr, dem eigentlichen Start des ersten „Dinner in White“ in Groß-Zimmern am frühen Samstagabend, sind die ersten am Tafeln. Von Ulrike Bernauer

„Wir haben Hunger“ ist die schlichte Erklärung. Sitzen am Anfang rund 20 Schmausende um den langen Tisch mitten auf dem Rasen, so treffen nach und nach immer mehr Dinner-Freunde ein. Sie sind leicht zu erkennen. Alle haben sich an den Kleiderwunsch gehalten und erscheinen in Weiß, nur ab und zu mischt sich mal eine khaki-farbene Hose ins Bild.

Gegen das Grün des Rasens, der Sträucher und Bäume nimmt sich das Weiß richtig leuchtend aus.

Nicht nur die Kleidung ist weiß, die Picknickdecken werden nötigenfalls mit einem Bettlaken abgedeckt, manch Stuhl hat weiße Hussen und die Tischdekoration aus Kerzen und Blümchen ist ebenfalls weiß.

Um ganz in weiß zu erscheinen, hat sich Andreas Lorz sogar eine neue Hose gekauft. „Ich war in fünf Geschäften“, sagt er lachend.

Bei den Speisen haben die Freiluft-Gourmets allerdings nicht nur auf die Farbe geachtet. Rot leuchten die Tomaten, orange die Karottenstreifen und grün die Paprika.

Aufwändiges Essen

Mancher hat aufwändig gekocht. Susanne Wettläufer verspeist mit ihrem Verlobten und einem befreundeten Paar Hackfleischbällchen, Bulgursalat, Antipasti und Melone mit Schinken. Der Nachtisch aus Mascarpone mit Grandmanier ist zumindest größtensteils weiß, nur die Brombeeren obendrauf heben sich tiefschwarz ab.

Organisatorin Diana Schmitt von der Theatergruppe Lampenfieber ist hoch zu frieden mit dem Zuspruch.

Neben ihren Theaterkollegen, die zusammen mit ihr die Idee ausgeheckt haben, sind etliche völlig Fremde gekommen. „Ich kenne keinen von den Organisatoren“, sagt Wettläufer. „Ich bin über den Flyer aufmerksam geworden.“ Die Idee fand sie so klasse, dass sie spontan ihren Geburtstag hier nachfeiern wollte, wegen der Ferienzeit hatte dann allerdings nur ein befreundetes Paar so kurzfristig Zeit.

Die Tafel, die am Anfang 20 Personen Platz bot, hat sich schon bald erheblich verlängert, weitere Tische wurden angebaut. Andere Dinnerbesucher sitzen auf der Picknickdecke und für die Kinder gibt es extra Tische oder Tücher. Während die einen eifrig gekocht haben für ihr Dinner, geht es bei anderen etwas einfacher zu.

„Unsere Kinder sind noch klein, da hatten wir einfach keine Zeit, ein richtiges Menü herzustellen“, sagt Silke Manetsberger-Zimmermann. „Wir haben für das Picknick eingekauft.“

Gemeinschaft in der Grünen Mitte

Viel Spaß haben aber sowohl die fleißigen Köche als auch die, die Leckereien aus der Feinkostabteilung mitgebracht haben. „Ich finde das ein ganz tolles Ereignis“, sagt Manetsberger-Zimmermann. „Es freut mich sehr, dass wieder etwas in der Grünen Mitte passiert. Ich bedaure sehr, dass der Jahrmarkt der Vereine nicht mehr hier stattfindet.“

Von dem neuen Event schwärmen auch viele andere Besucher.

Thomas Schmidt ist Zugezogener und freut sich über diese zwanglose Gelegenheit, neue Leute kennen zu lernen.

„Außerhalb des regen Vereinslebens passiert nicht so viel in Groß-Zimmern, da kochen die Zimmerner eher im eigenen Saft. Ich finde dieses lockere Zusammenkommen ohne Zwang und Kommerz einfach klasse.“

„Dinner in White“ in Groß-Zimmern

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