Dinnern in Zimmern im Glöckelchen

Internationale Genüsse

+
Beim „Dinnern in Zimmern“ im Glöckelchen genossen die Zimmerner nicht nur ein internationales Menü, sondern wurden von zwei slawischen „Spaßkellnern“ bestens unterhalten.

Groß-Zimmern - Zu einer kleinen kulinarischen Reise legten rund 50 Gäste am Sonntagmorgen ab. Unter dem Motto „Dinnern in Zimmern“   wurde international geschlemmt, mit Hummercreme, Boeuf Stroganoff, Basmatireis, Himbeer-Mousse und mediterranem Gemüse. Von Ursula Friedrich 

Wermutstropfen auf der Schlemmerreise: Die zweite Veranstaltung dieser Art musste wegen der vagen Wetterprognose ins Kulturzentrum Glöckelchen verlegt werden. „Schade, vor zwei Jahren konnten wir in der Jahnstraße draußen essen“, bedauerte ein munteres Damenquartett. Die vier Frauen sicherten sich sofort Karten für die Neuauflage des Dinners, dass der Verein bel(i)ebt Groß-Zimmern 2012 ins Leben gerufen hatte.

Munter wurden die Impressionen der Geschmackssinne an der fein eingedeckten Tafel geteilt: „Probier mal die Frischkäsebällchen.“ Die Tischnachbarin ergänzend: „Die Pilze sind auch sehr lecker.“ Eine Dritte: „Eigentlich mag ich keine Shrimps, aber das war köstlich.“

„Der Bürger und Meister wird gleich das Fest eröffnen“, hatten zwei illustre Herren den einströmenden Gästen bereits an der Pforte verkündet – das seltsame Duo entpuppte sich als slawische „Spaßkellner“, die mit ihrem Humor eine Punktlandung hinlegten. Ob Wortjonglage, Zaubertrick oder süffisanter Humor – hier durfte kräftig gelacht werden.

Spaßkellner machen Klamauk

„Oh, sie haben ein schönes Hemd an“, schmetterte Igor einem Gast an den Kopf, „wenn das mal in Mode kommt haben sie es schon.“ Zynisch, spritzig und offensive ging es mit den Kellnern weiter im Programm – daneben blieb viel Zeit zum schnabulieren und kommunizieren.

Das außergewöhnliche kulinarische Erlebnis im stilvollen Rahmen war Teil der Veranstaltungsreihe „Verstrickt mit der Vergangenheit“, in der sich der Verein bel(i)ebt Groß-Zimmern mit Facetten der jüngeren Geschichte auseinandersetzt. „Die Historie der Gemeinde mit seinen Strickwaren“, ergänzte Achim Grimm, Vorsitzender des Vereins, der mit seinem Helferteam mehrere Knäuel roter Wolle abspulte – um einen symbolischen, roten Faden vom Eingang des Glöckelchens bis in das Zentrum des Geschehens im ersten Stock zu spannen – Synonym für vergangenes Handwerk und heutige Zeit.

Hinter den Kulissen war Dresselhofwirt Martin Lütjen mit Team aktiv. Er zauberte jenseits der eigenen Küche ein feines, mehrgängiges Menü, an dem selbst der grantelnde Igor nichts auszusetzen wusste.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare