Erst der Fußball, dann das Oktoberfest / Viktorianer und Freunde feiern zünftig

In Dirndl und Lederhosn

Der Bieranstich gelang dem Vorsitzenden Erhard Höptner auf Anhieb, nur der Krug fing die ersten Tropfen noch nicht auf.

Klein-Zimmern - Kariert war das vorherrschende Muster am Freitagabend im Vereinsheim der Viktoria. Von Ulrike Bernauer

Zum Oktoberfest hatte der Sportverein geladen und die Gäste hatten den Kleiderschrank einer gründlichen Inspektion unterzogen und so manches Stück, das als bayrische Tracht durchgehen konnte, zu Tage gefördert. Eine Lederhose vervollständigte bei vielen Herren das karierte Hemd und die Damen kamen zumeist im Dirndl.

„Ihr macht mich ganz nervös, so hübsch wie ihr ausseht“, bekannte der Vorsitzende Erhard Höptner beim Anblick der jungen Damen.

Der Einladung zum Fest war aber nicht nur die Jugend des Vereins und Klein-Zimmerns gefolgt. Am Stammtisch hatten die Älteren Platz genommen. Für die Senioren-Alte-Herren-Mannschaft war der große Tisch reserviert und 15 bis 20 ehemalige Spieler, alle über 60 Jahre alt, freuten sich über den regen Austausch. Den gibt es auch sonst häufig, allerdings nicht in so gemütlicher Runde, sondern draußen, auf dem Fußballplatz, wo die Leistungen der Jüngeren kritisch bewertet werden. Vor Beginn des Festes konnte gemeinsam Fußball geschaut werden. Die aktuelle Alt-Herren-Mannschaft trat gegen Georgenhausen an.

Führten die Klein-Zimmerner das ganze Spiel hindurch, so mussten die Fans der Viktoria am Ende noch kollektiv aufstöhnen. Buchstäblich in der letzten Sekunde, der Ball landete im Tor und direkt darauf kam der Schlusspfiff, schafften die Georgenhäuser noch den Ausgleich zum 3:3. Das Fest eröffnete dann Höptner mit dem Bieranstich. Schon beim dritten Schlag sprudelte das kühle Nass, allerdings erst einmal auf den Boden, bevor schnell ein Maßkrug darunter gehalten wurde.

Den Inhalt des 30-Liter-Fässchens gab es als Freibier von der Brauerei Schmucker, aber auch nach dem letzten Tropfen aus diesem Fass bleiben die Gläser im Vereinsheim nicht leer. Zünftig, wie es sich gehört, gab es dazu Weißwürste, Leberkäse, Sauerkraut und Brezeln.

Für Stimmung sorgte nicht eine bayerische, sondern eine heimische Band. Die Hirschbachgäng lockte zahlreiche Dirndl und Lederhosen auf die Tanzfläche. Geschwoft wurde bis um 1.30 Uhr, aber auch danach war das Oktoberfest noch nicht beendet. Zu Dosenmusik konnten die Klein-Zimmerner noch weiter ordentlich feiern.

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