Bürgermeister nutzt persönliches Antragsrecht

Doch kein Aus für Kinderfrei(t)räume?

Groß-Zimmern (guf) ‐ Neben vier Gemeindekindergärten und zwei konfessionellen gibt es in Groß-Zimmern mit den „Kinderfrei(t)räumen“, einen integrativen Kinderladen der gleichnamigen Elterninitiative. Der Verein wird jährlich von der Gemeinde aus Mitteln der freiwilligen Leistungen mit 35 000 Euro unterstützt. Diese Förderung steht nun für das Haushaltssicherungskonzept 2010 auf der Streichliste.

„Das sollte jedoch vorerst nicht umgesetzt werden“, erklärte Bürgermeister Achim Grimm am Dienstag im Sozialausschuss. Er habe viele Gespräche mit Betroffenen, Erzieherinnen der Kindergärten und Sprechern der Grundschulen geführt und sei zu der Überzeugung gekommen, dass der Kinderladen erhalten werden müsse. 15 der 20 Kinder (die alle einen Platzanspruch haben) sind unter drei Jahren. „Derzeit ist ungewiss, wie sich die Entwicklung im Hinblick auf die ab 2013 gesetzlich geregelte Garantie eines Rechtsanspruches für Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr entwickelt“, so Grimm. Er regt deshalb an, in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendförderung Anfang 2010 einen runden Tisch zur Betreuungssituation einzurufen, an dem alle Kindergärten und Schulen teilnehmen. Unter Einbeziehung der Fraktionen, des Landkreises und der Betreuenden Grundschule sollte perspektivisch ein Gesamtbetreuungskonzept für die Gemeinde entwickelt werden, so der Vorschlag des Bürgermeisters. Deshalb sollte auch der Kinderladen bis 2012 weiter gefördert werden.

„Wir sind sehr froh, dass der Bürgermeister dies beantragt hat. Ohne die Zuschüsse müsste der Kinderladen definitiv schließen. Den runden Tisch halten wir für sehr sinnvoll und bringen gerne unsere Erfahrungen ein“, erklärte Maren Dorschner vom Vorstand des Kinderladens dem LOKAL-ANZEIGER.

Im Ausschuss fand der Antrag des Bürgermeisters eine klare Mehrheit.

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