Dorflinde überm Brunnen

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Das erste Wasser fließt im neuen Klein-Zimmerner Brunnen. Bürgermeister Achim Grimm kann nicht nur mit Wasser spritzen, er legte auch den Hebel um.

Klein-Zimmern ‐ Samstag für Samstag hat der Bautrupp Freiwilliger aus drei Vereinen in Klein-Zimmerns Mitte gearbeitet. Und allmählich sind die Früchte ihrer Arbeit greifbar. Der kleine Platz, eine neue Zierde für Klein Zimmern, ist praktisch fertig gestellt. Von Ulrike Bernauer

Ein Schachbrett wird umrahmt von einer Pflanzung aus Stauden und Sträuchern und über dem neuen Brunnen, der heute zum ersten Mal Wasser spenden wird, steht der typische Dorfbaum, eine Linde. Nach den Schachspielern fragt Bürgermeister Achim Grimm, der heute zur Einweihung des kleinen Platzes gekommen ist. „In Zimmern gibt es einen Schachklub, aber keinen Platz, in Klein-Zimmern das große Brett, aber keinen Verein, vielleicht lässt sich da was machen.“ Der Bürgermeister ist es auch, der den Schalter für den Brunnen umlegen darf und das Wasser zum Fließen bringt. Fließen tut dann noch etwas anderes an diesem kalten Tag. Der Himbeergeist, vorher verborgen hinter dem neuen Brunnen, wärmt die Zuschauer.

Ganz fertig ist der Platz noch nicht“, sagt Anette Wreesmann, Gartenarchitektin, die die Planung für den Dorfgemeinschaftsplatz erstellt hat. Sie deutet zur Hauptstraße, da soll noch eine schmalkronige Hainbuche gepflanzt werden. 50 000 Euro hat die Gemeinde für das Zeughaus für die drei Vereine- die Freiwillige Feuerwehr, den Kultur- und Kerbverein und den Gesangverein - und den Platz zur Verfügung gestellt. Mittel, die bei weitem nicht gereicht hätten, wären der Bau und auch der Platz nicht weitgehend in Eigenarbeit erstellt worden.

Hier war früher eine alte Hofreite“, erzählt Joachim Köbler, ohne dessen Bauleitung das Projekt sicher auch nicht so weit gediehen wäre. In der Hofreite gab es einen Brunnen, der allerdings nicht öffentlich war. Als die Gemeinde die Hofreite noch in den siebziger Jahren abriss, gab es schon die erste Idee für einen Platz mit Brunnen.

Als dann auch noch das Haus Humm abgerissen wurde, ergab sich die Möglichkeit, nicht nur die Idee von Platz und Brunnen Wirklichkeit werden zu lassen, sondern auch das Zeughaus zu bauen.

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