Vier Wochen nach Beginn der Rohbauarbeiten wird Richtfest gefeiert

Drei Klein-Zimmerner Vereine unter einem Dach

Offenbach-Post

Klein-Zimmern - (bea) „Die Klein-Zimmerner Feuerwehr ist immer für eine Überraschung gut“, sagte Bürgermeister Achim Grimm bei seiner Rede anlässlich des Richtfestes für das neue „Zeughaus“ für drei Klein-Zimmerner Vereine. Und tatsächlich hatten sich die Blauröcke des kleineren Ortsteils von Zimmern nicht darauf beschränkt, ihren Kranz per Leiter auf das Dach zu setzen.

Hoch über den Köpfen der zahlreichen Gratulanten baumelte das bunte Schmucksymbol, befestigt an der Drehleiter der Dieburger Feuerwehrkollegen.

Das neue Gerätehaus werden die Feuerwehr, der Katholische Kirchenmusikverein (KKM) und der Kultur- und Kerbverein (KuK) gemeinsam nutzen. Folglich arbeiten Mitglieder der drei Vereine auch einträchtig zusammen. Und sie brechen dabei alle Geschwindigkeitsrekorde, wie Bürgermeister Grimm feststellte.

Bereits vier Wochen nach Beginn der Rohbauarbeiten konnte am Freitag Richtfest gefeiert werden.

„Wir hatten ein klein wenig Unterstützung“, sagte Bauleiter Joachim Köbel bescheiden. Hinter dem neuen Gerätehaus wird gerade das Haus der Familie Gerhard gebaut, den Baukran konnten die selbstbauenden Vereine für so manche Last nutzen. Immerhin 35 Kubikmeter Mauerwerk, 3,5 Kubikmeter Holz sind bewegt worden.

Vier Kubikmeter Beton haben die fleißigen Bauarbeiter der drei Vereine allerdings Eimer für Eimer per Hand an die jeweilige Stelle gewuchtet.

Schon lange litt die Feuerwehr Klein-Zimmern unter Raumnot. Als das gegenüberliegende Grundstück zum Verkauf stand, überlegten die Feuerwehrleute nicht lange und stellten Anträge. Die Gemeinde kaufte das Grundstück für rund 25 000 Euro (baufertiger Zustand) und fragte in Klein-Zimmern nach, ob es noch andere Vereine mit Platzmangel gibt. Es meldeten sich sogleich der KKM und der KuK.

Die Fundamente und die Bodenplatte wurden von einer Fachfirma fertig gestellt, ab dann übernahmen die drei Gruppierungen die Baustelle.

Anteilsmäßig zum Raum, den sie später in Anspruch nehmen werden, schaffen sie nun zusammen.

„Morgen geht es weiter mit dem Dach“, sagte Köbel mit zufriedenem Blick auf den Rohbau. Dann werden die Klein-Zimmerner wieder klotzen, zehn Stunden jeden Samstag sind die Regel.

Schließlich soll das neue Gerätehaus schon zur Klein-Zimmerner Kerb Ende September benutzbar sein, komplett fertiggestellt wird es wohl erst gegen Ende des Jahres. Wenn es nicht gerade zur Bewirtschaftung bei Festen genutzt wird, soll im Teil der Feuerwehr eines der Fahrzeuge seinen Platz finden.

„Die Wagen stehen derzeit hintereinander im Feuerwehrhaus, was bei Einsätzen sehr hinderlich sein kann“, erklärte Köbel.

Die erste Feier im neuen Haus stand allerdings jetzt gleich an. Nach der Rede des Bürgermeisters und dem Richtspruch mit dem Köbel das neue Haus segnete, waren die zahlreichen Gäste zum gemeinsamen Fest mit Speis und Trank eingeladen.

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