Drei Namen oder einer?

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Wohnen im Grünen – demnächst auf dem Ziegeleigelände.

Groß-Zimmern (guf) - Eifrig wird zur Zeit an der „alten Ziegelei“ gearbeitet. Die meisten Bauplätze sind bereits vergeben und die Gemeindevertreter sollten in dieser Woche im Rahmen des ersten Ausschussreigens nach der Wahl mit den hier geplanten Straßen Namen geben.

Zunächst wurde am Dienstag und Donnerstag jedoch gewählt.

In der Rekordzeit von nur elf Minuten hatten die Mitglieder des Sozialausschusses (SSK) einstimmig beschlossen, Markus Geßner (CDU) zu ihrem Vorsitzenden und Catrin Geier (SPD) zu dessen Stellvertreterin zu machen.

Auch im Planungsausschuss (PU) war nach wenigen Minuten entschieden, dass Neuling Jost Scharna und der Ex-Vorsitzende Wolfgang Kunkel (beide CDU) den Vorsitz übernehmen sollen.

Der Haupt- und Finanzausschuss (HF) wird künftig von den Christdemokraten Christof Glaser und als Stellvertreter Friedrich Faust geleitet.

Die Einigkeit bei den Wahlen setzte sich zuletzt auch bei der Abstimmung über die Straßennamen fort.

Sprunghaft werden die Hausnummern bis zur 94 sein in der Straße „An der Ziegelei“. Foto : sr

Als Vorschlag zur Benennung der Straßenzüge im Baugebiet an der Darmstädter Straße hat die Verwaltung empfohlen, mehrere Straßennamen zu vergeben, damit anschließend die Vergabe der Hausnummern erfolgen kann. Die umliegenden „Gewannamen“ in diesem Bereich sind „Am Herborn“, „Hinter dem Schlädchen“ und „Am Gundernhäuser Weg“. Bei der Diskussion im PU-Ausschuss wurde von allen der Name „Ziegelei“ favorisiert. Das Wort „alte“ wollten die CDU-Mitglieder jedoch nicht im Straßennamen belassen, denn das sei zu negativ besetzt. Diverse Vorschläge, hier bekannte Persönlichkeiten zu würdigen (SPD: Well-Habicht-Straße, FDP: Friedrich von Bodelschwingh-Straße), kommentierte Kunkel zur Überraschung seiner Parteikollegen: „Ich wäre auch mit einer Georg-August-Zinn-Straße zufrieden, aber an sich wäre bei den 50 bis 55 Häusern nur ein Straßenname ausreichend.“ Und dass der eigentlich nur „An der Ziegelei“ heißen könnte, wurde bereits am Dienstag deutlich.

Weitere Hausaufgaben für die Verwaltung

Damit hatte der eben gewählte Vorsitzende Scharna ein Problem, denn schließlich konnte er nicht über einen Namen abstimmen lassen, wenn zunächst nicht geklärt war, ob es ein, zwei oder drei Straßenzüge geben werde. Die Schwierigkeit bei nur einem Namen wäre, dass die Hausnummern eventuell schwer zu finden sind. Doch dieses Problem könnte mittels Verweisen auf den Straßenschildern gelöst werden. Also gab es weitere Hausaufgaben für die Verwaltung. Diese soll bis zum PU-Ausschuss Pläne vorlegen, wie die Hausnummern bei einer, zwei oder eben drei Straßen vergeben werden könnten.

„An der Ziegelei“ bevorzugt

Fleißig waren die Rathausmitarbeiter und legten am Donnerstag drei Alternativen vor. Nachdem der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Hader zunächst für eine „Well-Habicht-Straße“ plädierte und Faust die Alternative „Am Gundernhäuser Weg“ vorstellte, meinte das Mitglied der neuen FFA-Fraktion, Peter Urban (Freie Wähler): „Eigentlich sind wir uns doch in einem Namen alle einig.“ Auch Bürgermeister Achim Grimm fand diesen Vorschlag gut und der Vorsitzende Glaser ließ über die Anzahl der Straßennamen abstimmen. Einstimmig stand dann fest, dass die Ausschussmitglieder den alleinigen Namen „An der Ziegelei“ bevorzugen.

Unter anderem über diesen Vorschlag wird die Gemeindevertretung am Dienstag um 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beraten und abschließend entscheiden.

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