Grundschüler lernen mit Experimenten

Einblick ins Kraftwerk

Energiegewinnung und Umwelttechnik zum Anfassen: Die Klasse 4c der Friedensschule verfolgte beim umweltpädagogischen Unterrichtstag der HSE begeistert die Funktionsweise einer Dampfmaschine. - Foto: Friedrich

Gross-Zimmern J Woher kommt der Strom? Wie funktioniert ein Kraftwerk und was hat es mit dem Ozonloch auf sich? Die Viertklässler der Friedensschule wissen es seit gestern ganz genau. Von Ursula Friedrich

Im Schul-Projekt „Energie erleben und verstehen“ ergenossen die Kinder der Klasse 4 c der Friedensschule einen interaktiven Unterricht der besonderen Art, an dem alle begeistert teil nahmen - und Lehrerin Christine Rohner diesmal nur Zaungast war.

Umweltpädagogin Julia Wolter nahm die jungen Energieforscher mit auf Reisen in die Funktionsweisen eines Wärmekraftwerks. Und die Wechselwirkung von CO 2-Abgasen und Weltklima. Für das kindliche Verständnis gut aufbereitet, wurde der Zusammenhang zwischen der Lebensweise und den Bedürfnissen der Menschen einer hochtechnisierten Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Natur schlüssig erläutert. „Was wir Menschen in 24 Stunden an Strom verbrauchen, dafür braucht die Erde 5 000 Jahre, um die fossilen Rohstoffe herzustellen!“, machte die Umweltexpertin deutlich.

Die Unterrichtseinheit mit Experimenten und Modellen machten der Stromlieferant HSE und seine Vertriebstochter Entega gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, dem Verein Deutsche Umwelt-Aktion, möglich. Dabei lernten die Grundschüler, wie eine umweltfreundliche Stromerzeugung funktioniert und wie sie selbst Energie sparen können. Angesichts der drohenden Erderwärmung, dem Raubbau an fossilen Rohstoffen und dem wachsenden Ozonloch, wurden viele Verbesserungsvorschläge vorgebracht. „Wir verbrennen einfach nur noch Hausmüll.“ „Kann man nicht auch CO 2 für irgendwas sinnvolles nutzen?“ und „Weniger Auto fahren“, schlugen die Viertklässler der 4c vor.

Die Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen von Energieverbrauch und Umwelt ist Ziel des kostenlosen HSE-Projektunterrichts. Saubere Stromerzeugung mit geringem CO2-Ausstoß steht ganz oben auf der Agenda des Unternehmens, das seit 2008 komplett auf Ökostrom umgesattelt hat. Die Einsicht, dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt und öglichst sparsam verwendet werden sollte, wird breits einem ganz jungen Publikum vermittelt. In 95 Schulklasse der Region sind die Umweltpädagogen in diesem Jahr zu Gast. Auch die Friedensschule in Groß-Zimmern hat im Juni noch einen weiteren Termin für das Umweltprojekt.

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