Groß-Zimmern

Einbürgerungstest zur Fastnachts-Integration

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Bunte Kostüme und heitere Stimmung bei der Pfarrfastnacht in Groß-Zimmern.

Die Pfarrfastnacht macht Laune und gerne nehmen auch die Klein-Zimmerner aktiv teil. Als vierter im Bunde erklomm Ludwig Geibel mit den drei Tenören nach der Pause die Bühne und sang munter mit.

Groß-Zimmern (guf) - Mit großer Spannung erwartet wurde die elfte Auflage des (Manfred Göbel) MG-Teams. Die Truppe mit Göbel, Gaby und Georg-Heinz Geier, Dieter Emig und Thomas Beutel lud diesmal zum Einbürgerungstest, denn: „Im vergangene Johr -2008, hot de Bundestag oa nei Gesetz gemacht, dass jeder, der kimmt un will bei uns bleiwe, will also soi Oibürgerung betreiwe, un stellt oan Outrag - des gäiht sou nit mäih. Jetzt muss mer erstmol oan Test bestäih“, erklärte Göbel in gewohnt trocken sonorem Ton und stellte die Zimmerner Einbürgerungskommission vor. Erster Bewerber war Wilhelm Braun. Beim Erdkundetest bewies der gebürtige Dieburger ausgezeichnete Ortskenntnis. Problemlos konnte der zugeraaste Kerbborscht Richard Kunz beim Geschichtstest die Kerbvädder nennen. Kein Zweifel, auch er hat sich den Ausweis mit Lichtbild verdient. Besondere Leistung zeigte Göbels jüngster Sohn Andreas, der den kinderleichten Sprachtest meisterte. „Sou oan Ausweis, der macht oam es Läwe schäi. Mer derf oamol die Woch uff de Golfplatz gäih, mer derf sich beim Boiemoaster zum Friehstick oiloare, mer derf zwomol im Johr in de Gersprenz Boare, mer derf sou oft wie mer will beim Killer drauß schwitze, mer derf im Alte Friedhof uff de grouß Bank do sitze, mer derf in de Grie Mitte soin Hund ausfiehr, mer derf dreimol die Woch es Bläädsche studiern, mer derf als Golderner Kerbborscht in Rente und mer derf sogar for oa nei Oiel spende“, pries Manfred Göbel. Hunderte solcher Ausweispapiere wurden unters Volk verteilt und Bürgermeister Achim Grimm musste signieren. Verzweifelt vor lauter Andrang nahm er unhinterfragt den ehemaligen Pfarrer Peter Kern, neun Frauen aus Lorsch, Cowboys, Pinguine, Gangster, einfach jeden, der einen Ausweis vorlegte, in die Gemeinde auf. Zuletzt erschien der neue Pfarrer Christian Rauch auf der Bühne. Begleitet von Otto und Otto bestand er den Gesangs-Test, natürlich mit der Zimmerner Nationalhymne.

Weiter ging es im Programm mit der sportlichen Jugendgarde und Elfriede Burger, die tanzte und in der Bütt aus dem Urlaub erzählte. Ein besonderes Highlight waren die Huppdohlen, die nicht nur hervorragend afrikanisch trommelten und tanzten, sondern mit originellem mehrstimmigen Wörter-Kanon aus Zimmerner Speisen, Pfarrersnamen oder Fastnachtsbegriffen rhythmisch-musikalisches Können bewiesen. Den Abschluss bildete der Gardetanz und das letzte Wort hatte der Sitzungspräsident. Faust freute sich zu Recht, denn nicht nur das Programm der Pfarrfastnacht war super, sondern auch Stimmung und gute Laune im Publikum waren einzigartig.

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