Eine gigantische Dosenpyramide

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Eine ganze Dosenpyramide aus Lebensmitteln spendeten die Angelgartenschüler.

Groß-Zimmern/Dieburg - „Wir haben die gespendeten Dosen in der Schule zu einer Pyramide aufgebaut“, erzählt Ulrike Schulte, Fachlehrerin für Deutsch und Religion. „Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Von Verena Scholze

Immerhin haben wir stolze 286 Dosen gesammelt, da hatte die Pyramide eine enorme Größe. Außerdem“, fügt sie hinzu, „können die Kinder so viel eher realisieren was eine Spende bedeutet, als wenn wir eine Geldspende überreicht hätten“.

Das Gewicht der Spendenerfahren die Kindern dann auch noch hautnah. Vor der Übergabe an die Dieburger Tafel müssen die Kisten mit den Essensspenden erst einmal ausgeladen werden. Hier ist Kraft gefragt. Aber mit gemeinsamer Anstrengung und voller Stolz bringen die Kleinen alles an den Ort der Übergabe.

Die Schüler der Angelgartenschule hatten gemeinsam mit ihren Lehrern einen Aufruf gestartet, Ziel der Spende sollte die Tafel in Dieburg sein.

Die Kinder aller vier Jahrgänge sammelten fleißig in ihren Elternhäusern und Familien. So kam die stolze Summe von 286 Dosen zusammen, die kürzlich nach Dieburg gebracht wurden. „Hier konnten wir auf die Unterstützung der Eltern zählen, die sich die Zeit zum Fahren genommen hatten“,so Schulte.

„Die Dieburger Tafel ist sehr dankbar und freut sich über diese Unterstützung“,sagt Christine Fritz, Zuständige für das Tagesmanagement.

Die Dieburger Tafel besteht seit September 2006 und ist eine rege Anlaufstelle für Bedürftige und deren Familien. Morgens ab 10 Uhr können die Lebensmittel für einen Euro pro Korb erworben werden. Hierzu ist eine Vorlage eines entsprechenden Ausweises nötig.

„Wir sind insgesamt 14 ehrenamtliche Helfer“,berichtet Fritz.

„Davon sind vier Fahrer, die die Spenden aus dem größeren Umkreis abholen. Die anderen Helfer sind für das verpacken und die Verteilung der Waren zuständig“.

Die Kinder der Angelgartenschule werden in den Räumen der Tafel umhergeführt und erhalten so einen Einblick in den Arbeitsablauf und können sich vorstellen, was nun weiter mit ihren Spenden geschieht. „Sarah hat eine Muschelsuppe gebracht“, sagt Schulte, „weil sie diese selber am liebsten isst. Sie hofft, dass sie damit einer anderen Familie eine besondere Freude machen kann."

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