In einem Weinkeller fing es an

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Die Gründungsversammlung des KuK fand vor 20 Jahren im Weinkeller von Richard Kunz statt.

Klein-Zimmern - In einem Weinkeller erblickte der Kultur- und Kerbverein (KuK) von Klein-Zimmern das Licht der Welt. 20 Jahre ist es jetzt her, dass die Klein-Zimmerner den rührigen Verein, der mehr Leben in den Ort bringt, gegründet haben. Von Ulrike Bernauer

Entstanden war die Idee an Kerbsonntag beim Mittagessen, wo die künftigen Mitglieder, damals 30 an der Zahl – heute sind es rund 100 –des noch zu gründenden Vereins ihren Willen zur Mitarbeit mit einer Unterschrift auf der Speisekarte bekundeten. Die Speisekarte hat Walter Götz heute noch. Als Schriftführer wurde er in den ersten Vorstand gewählt, seit nunmehr 13 Jahren ist er der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins.

Die Wiederbelebung der Klein-Zimmerner Kerb war eine der Hauptaufgaben des neuen Vereins. Die Kerb war fast eingeschlafen und wurde nur noch in den Gasthöfen und in den Vereinsheimen gefeiert. Weil aber auch für die Kultur etwas getan werden sollte und für die Gründungsmitglieder feststand, dass die Auffrischung der Kerb nur ein Vereinsziel sein soll, steht die Kultur im Vereinsnamen an erster Stelle.

Alte Traditionen wiederbelebt

Die Kerb hat inzwischen wieder ein völlig anderes Gesicht, alte Traditionen wurden wiederbelebt und neue geschaffen und sie findet mit dem Ausangeln, dem Umzug und dem Kerbspruch auch wieder in der Öffentlichkeit auf der Straße oder dem Platz statt.

Auch sein zweites Ziel, das Dorfleben mit Kultur zu bereichern, hat der Verein geschafft. Wie Götz ganz richtig sagt, sind einige vom KuK initiierte Veranstaltungen nicht mehr weg zu denken. Dazu gehört der Neujahrsempfang, das Sonnwendfeuer, die Weihung des Werzbarre (Kräuterstrauß) und das Schlacht- oder Kartoffelfest, dass immer im Wechsel veranstaltet wird. Aber auch sonst hat sich der Verein eingemischt, für die Säuleneiche am Feuerwehrhaus zeichnet er verantwortlich, der Stein am Leosteg geht auf sein Konto und die Hinweistafeln auf historische Gebäude im Ortsbereich hat er geschaffen. Bei der Umgestaltung des Gaaseplatz (Geißenplatz) am Feuerwehrhaus hat er mitgemischt, ebenso wie beim Bau der Vereinsgarage. Mit Spenden oder einem Arbeitseinsatz wurden der Kindergarten Blumenstraße, die Geißbergschule oder auch das Brünnchen bedacht. „Dort trafen sich früher die Jungen und Junggebliebenen“, erinnert sich Götz.

Feier am Samstag

Sein 20-jähriges Bestehen will der KuK am kommenden Samstag, 3. November, am Gaaseplatz mit den Klein-Zimmerner feiern. In diesem Jahr ist das Kartoffelfest dran und die Speisekarte ist umfangreich. Es gibt Quellde (Pellkartoffeln) mit Hering, Quark oder Wurst. Die Kartoffel wird in Form von Suppe oder als Kartoffelpuffer angeboten. Bratkartoffeln mit Bratwurst runden das Angebot ab.

Los geht es mit dem Mittagessen ab 12 Uhr, wer mal etwas anderes als Kartoffeln essen will, kommt ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen auf seine Kosten. Ab 17.30 Uhr gibt es Abendessen und ab 18 Uhr werden Mitglieder geehrt und die Verlosung findet statt.

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