Aus der Gemeindeverwaltung

Einstimmig für Stellenneubesetzung

Groß-Zimmern - Zwei Stellen gilt es in der Gemeindeverwaltung neu zu besetzen. Haupt- und Finanzausschuss will sich mit Resten beschäftigen. Von Gudrun Fritsch 

Zum einen wird ein Mitarbeiter des Bauhofes verrentet und zum anderen hat eine Angestellte gekündigt, die unter anderem zuständig ist für die Durchführung der Ehrung von Alters- und Ehejubiläen, Seniorennachmittagen, die zentrale Beschaffung und Verwaltung von Büromaterial und die zudem im parlamentarischen Büro mitarbeitet. Sowohl die Vollzeit-Stelle des Schlossers als auch die Teilzeit-Stelle (19,5 Wochenstunden) in der Hauptverwaltung sollen ausgeschrieben und neu besetzt werden. Darin waren sich am Donnerstag alle Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss einig. Entsprechend zügig war diese Sitzung in der Rekordzeit von einer Dreiviertelstunde beendet. Und das, obwohl noch einige Punkte aus dem Zwischenbericht der Gemeinde über den Haushaltsvollzug 2014 angesprochen wurden. Kritik kam hier vom Grünen-Sprecher Reiner Raab: „Wir benötigen zeitnah aktuelle Zahlen. Das ist in diesem Bericht nicht gegeben.“ Der Zwischenbericht enthält nämlich noch keine Angaben zur Einkommenssteuer. „So ist keine Kontrolle möglich“, meinte Raab.

Dem stimmte auch SPD-Finanzfachmann Claus Rosendahl zu. Der Bericht weise keine Perspektiven für 2014 aus. „Steuern kann man nur, wenn man weiß, was die Verwaltung vor hat. Ich hätte mir gewünscht, dass künftig Überlegungen möglich sind, was wir tun können“, meinte Rosendahl mit Blick auf den hoch defizitären Haushalt. Auch Er wollte mehr zum “Schattenhaushalt“ der Gemeinde wissen. „Weshalb wurden Haushaltsreste von insgesamt 4,2 Millionen Euro übertragen und die Arbeiten nicht in 2013 ausgeführt? Woher kommen die immensen Kosten bei Pumpwerken? Wenn man einen defizitären Haushalt hat, sollte man solche Mittel nicht binden“, kritisierte Rosendahl. Er wies darauf hin, dass auch die Landesregierung beabsichtige „bezüglich der Reste etwas zu tun“, und beantragte, der Ausschuss sollte sich in einer der kommenden Sitzungen ausschließlich mit den Resten aus vergangenen Haushaltsjahren beschäftigen.

Bürgermeister Achim Grimm erklärte, es habe auch sein Gutes, dass man Mittel übertragen kann. „Die Kita in der Angelgartenstraße wäre sonst nicht so schnell fertig geworden.“ Der Zwischenbericht über den Haushaltsvollzug und der Bebauungsplan „Hinter dem Schlädchen“ werden wohl die zentralen Punkte der Gemeindevertretersitzung sein. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt ein gutes Dutzend Punkte. Das Parlament tagt am Dienstag, 8. April, um 20 Uhr öffentlich im Obergeschoss des Rathauses.

Rubriklistenbild: © dpa

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