Einzug Anfang Oktober geplant

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Ein baldiges Ende der Schmuddelzeit in der Röntgenstraße ist in Sicht. Bis Oktober soll hier der Neubau fertig Sein.

Groß-Zimmern (guf) ‐ Eigentlich wollte die Firma HTI Eisen-Rieg KG schon längst mit den Bauarbeiten am Ende der Röntgenstraße fertig sein und den Firmensitz bereits Mitte 2009 von Darmstadt nach Groß-Zimmern verlegt haben. „Für die Verzögerung gibt es verschiedene Gründe“, sagt Jürgen Renkel, Geschäftsführer des Logistik-Zentrums.

Ein zweigeschössiges Bürogebäude mit 900 Quadratmetern Nutzfläche und zwei zehn Meter hohe Hochregallagerhallen mit Flachdach sollen am Ende der Röntgenstraße entstehen. (Der LA berichtete). Die Stahlkonstruktionen bieten auf 1 600 und 900 Quadratmetern Lagerraum. 35 Mitarbeiter der HTI Eisen-Rieg KG werden hier beschäftigt sein. „Die meisten von ihnen kommen aus Groß-Zimmern oder Gundernhausen“, so Renkel. Aktuell wurden die Bauarbeiten an das Bauunternehmen Goldbeck vergeben und in zwei Wochen ist der erste Spatenstich geplant. Ende September sollen die Arbeiten bereits abgeschlossen sein. Der Einzug ist für die erste Oktoberhälfte geplant.

Hässliche Bauruinen auf Nieveau gebracht

Hässlich und keineswegs einladend war der Ortsrand im Industriegebiet Röntgenstraße Jahre lang. Der Blick von der B 26 fiel auf Bauruinen und ungepflegten Acker. Das ist nun schon etwas anders. Das 21 000 Quadratmeter große Areal hat bereits ein neues Niveau erhalten.

Über 6 000 verschiedene Artikel sollen in den Hallen gelagert werden. Das Sortiment umfasst Rohrsysteme für Gas- und Wasserversorgung aus Gusseisen, Stahl oder Kunststoff, Armaturen, Formstücke, Rohrleitungen für Kanal oder auch Pflasterbelege sowie Geotextilien für den Straßenbau.

Die geographische Lage Groß-Zimmerns und die gute Verkehrsanbindung seien ideal, insbesondere für die Belieferung aus dem südhessischen Raum und Bayern.

„Emini-Bau“ in frischem Gewand

Bestandteil der Verhandlungen vor dem Grundstückskauf war ein Bodengutachten. Wegen der Mehrkosten für die Nivellierung hatte man sich auf einen Abzug vom Verkaufspreis geeinigt. Die ursprünglich von der Gemeindevertretung beschlossenen 70 Euro pro Quadratmeter wurden auf 60 Euro gesenkt. Die Gemeinde konnte andererseits durch den Verkauf des Gewerbegeländes als Gesamtgrundstück Kosten für die Erschließung einsparen, die bei kleineren Einzelparzellen entstanden wären. Zur Anbindung werde die Gemeinde noch einen Wendehammer am Ende der Röntgenstraße bauen, so Renkel.

Auch die anderen Objekte präsentieren sich inzwischen in einem anderen Licht. Für rund 800 000 Euro hat Volker Ostheimer aus der früheren Asylbewerberunterkunft ein schmuckes Hotel gemacht (der LA berichtet). Auch hier gab es Verzögerungen. Bei der Entkernung wurde festgestellt, dass jegliche Brandschutzbestimmungen außer Acht gelassen waren. Katastprophal wäre wohl zu Zeiten mit über 100 Flüchtlingen im Haus ein Feuer verlaufen.

Auch der recht hässliche „Emini-Bau“ ist jetzt frisch eingekleidet und soll offensichtlich verputzt werden.

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