Pfarrgemeinden sind aktuell vereint in den Komplementärfarben Orange und Blau

Empfang für zwei mit neuem Logo

Das Banner der vereinigten Pfarrgruppen Groß- und Klein-Zimmerns zeigt den Gickel und das Kreuz. Fotos (2): Bernauer

Klein-Zimmern - „Der Gickel schaut hinaus in die Welt, das Kreuz strebt nach oben“, so beschreibt Gemeindereferentin Jutta Moka das neue Banner der katholischen Pfarrgruppe Groß- und Klein-Zimmern. Von Ulrike Bernauer

Der Gickel steht dabei für die Groß-Zimmerner Gruppe, schmückt er doch auch die St. Bartholomäus Kirche. Das Kreuz ist dem des Gotteshauses in Klein-Zimmern nachempfunden. Das Zusammenwachsen der beiden Gemeinden soll auch durch das neue Banner symbolisiert werden. Vorgestellt wurde die orange-blaue Fahne beim Neujahrsempfang der katholischen Kirche Klein-Zimmern.

Die hatte sich wirklich nicht viel Zeit gelassen. Gleich am Neujahrs-Sonntag, trafen sich die Christen nach dem Gottesdienst im Pfarrhaus zu einem Gläschen Sekt.

Die einjährige Findungsarbeit für das neue Logo auf dem Banner erläuterte Moka, das Resultat konnten alle sehen. „Wir haben die Komplementärfarben Orange und Blau gewählt. Sie bringen sich gegenseitig zum Leuchten, so wie es hoffentlich auch die beiden Gemeinden vereint schaffen. Wir wollen uns gegenseitig befruchten“, sagte Moka, die sich in einen blauen Pullover gekleidet hatte, während Pfarrer Christian Rauch eine orangefarbene Krawatte trug. Das neue Logo soll künftig nicht nur auf Banner und Fahne prangen, sondern auch den Pfarrbrief zieren.

Eine Anmerkung allerdings hatten die Klein-Zimmerner. „Warum steht da nur Groß-Zimmern drauf und nicht auch Klein-Zimmern?“, wollte ein Teilnehmer wissen. „Das haben wir uns nicht ausgesucht, sondern der Name Pfarrgruppe Groß-Zimmern wurde uns vom Mainzer Bistum vorgegeben“, antwortete Rauch.

Der im vergangenen Jahr begonnene Umbau des Pfarrhauses soll auch 2012 fortgesetzt werden. Das Büro, die Küche und der Versammlungsraum sollen weiterhin von der Gemeinde genutzt werden können, die obere Wohnung, in der früher Pfarrer Herbert Wendt wohnte, soll hingegen künftig vermietet werden. „Darum werden wir aus finanziellen Gründen nicht herumkommen“, erklärte Rauch.

Dank gab es von den beiden indischen Schwestern an die Klein-Zimmerner Katholiken. Die hatten für Schwester Marianna und Rosaly ein Auto, einen Daihatsu, spendiert. „Wenn die beiden Schwestern bei uns arbeiten sollen, müssen sie auch gut zu uns kommen können“, sagte einer der Klein-Zimmerner Gläubigen. Pfarrer Rauch, der seit der Verabschiedung von Pfarrer Wendt für beide Pfarrgruppen zuständig war, bedankte sich auch bei den scheidenden Pfarrgemeinderäten.

Aus ihrem Amt geschieden sind Walter Angermeier, Anette Nehrich, Peter Weber und Dr. Rainer Nelles. Letzterer hat 25 Jahre im Pfarrgemeinderat mitgearbeitet.

„Nach 25 Jahren will ich das Feld Jüngeren überlassen“, begründete Nehles seinen Rückzug aus der Arbeit im Pfarrgemeinderat. „Was aus dem Pfarrhaus und der Kirche werden soll, das sollen die Jungen entscheiden“. Als einschneidenste Veränderung in der katholischen Gemeinde von Klein-Zimmern in seiner Amtszeit empfindet Nehles den Verlust eines eigenen Pfarrers nach mehreren hundert Jahren Eigenständigkeit. „Aber wir haben uns als politische Gemeinde zusammen geschlossen, da müssen wir das auch auf kirchlichem Gebiet lernen und wir sind auf einem guten Weg“.

In Klein-Zimmern steht inzwischen sowohl der Verwaltungsrat als auch der Pfarrgemeinderat, was in Groß-Zimmern bis jetzt noch nicht gelungen ist. Im Verwaltungsrat werden Dr. Stephan Windhammer, Uwe Jakob, Ulrich Borbonus und Andrea Hamer tätig sein. Den Pfarrgemeinderat besetzen Günter Wanko, Johannes Wresmann, Laura Grimm, Pfarrer Rauch und Gemeindereferentin Jutta Moka, sowie Martin Gölz sobald er seine Diakonieweihe empfangen hat, was noch im Laufe dieses Jahres geschehen soll.

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