Schweitzer-Schüler feiern Abschied

Ende des Jammertals ist erreicht

Die Entenformel brachte die Klasse G9a zum Abschied mit einem Ententanz auf die Bühne. Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern - Für 119 Schüler ist die Schulzeit an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) vorbei. Von Ulrike Bernauer

Mit einem Abschluss wurden am Freitag in der Turnhalle 28 Haupt- und 40 Realschüler verabschiedet, 51 Jugendliche erhielten ein Zeugnis und damit die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe.

Bunt und ausgesprochen fröhlich war am Freitagabend die festliche Abschlussfeier in der Turnhalle der ASS, zu der sich die Schüler der einzelnen Klassen wieder etliches haben einfallen lassen.

„Das Jammertal des Paukens, der Klassenarbeiten, Projektprüfungen, Präsentations- oder Abschlussprüfungen ist durchschritten“, sagte Schulleiter Helmut Buch. „Vor euch liegen berufliche Ausbildung oder weiterer Schulbesuch. Ein Leben mit vielen Möglichkeiten, aber auch zahllosen Ungewissheiten.“ Bürgermeister Achim Grimm hob besonders die musikalische Ausrichtung der ASS hervor.

Grimm bedankte sich für das Konzert, das vor einer Woche gegeben wurde und wies auf das aktuelle am Sonntag hin. „Die Musik ist eine gute Möglichkeit, andere besser kennen zu lernen. Mit Musik ist jegliche Integration sehr viel leichter. Ein Thema, das uns auch in Zukunft weiterhin beschäftigen wird.“

Wie es Tradition ist an der Albert-Schweitzer-Schule, hatten alle Abschlussklassen etwas zur Unterhaltung vorbereitet. Die Schüler der Gymnasialklasse 9 b ernteten schon gleich Lacher, als sie auf die Bühne kamen. Fotos von Lehrern hatten sie als Masken vor das Gesicht gebunden und so mancher Pauker wurde von ihnen auf die Schippe genommen.

Die Realschulklasse 10b brachte die ganze Turnhalle auf Trab. Ihren Fitnesskurs zeigten sie nicht nur auf der Bühne, sondern sie luden auch alle anderen Schüler und Gäste dazu ein.

Ihren Klassenlehrer Sven Dwelk nahmen die Schüler der Gymnasialklasse aufs Korn, um sich dann ausgesprochen liebevoll von ihm zu verabschieden. Auch Dwelk sah die Schüler nur ungern gehen: „leider werdet ihr wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Ich hätte mir gut noch ein Jahr mit euch vorstellen können.“

Ein Märchen brachte die Hauptschulklasse 9b auf die Bühne. „Ich bin so schön“, behauptete der Prinz und erntete damit viele Lacher. Hinter einem Tuch hatten sich die Schüler versteckt, die eine alternative Form von Aschenputtel zum Besten gaben, man sah immer nur einen Moment lang der Kopf des jeweiligen Sprechers.

Mit einer Entenformel warteten die Schüler der Realschulklasse 10 a auf, einen Schüler hatten sie zur Therapeutin auf das Sofa gelegt. Gespielt wurde, was die einzelnen so alles in ihrer Schulzeit erlebt und erlitten haben. Sportlich wurde es wieder bei der Hauptschulklasse 9 a, die ihren Tanz „Takata“ mit viel Freude vorführt.

Janett Sanfilippo, Manolya Cetinkaya, Ann-Catrin Lortz, Chantal Hampel und Svenja Cöster führten durch das abwechslungsreiche Programm, das von verschiedenen musikalischen Beiträgen aufgelockert wird.

Im kommenden Jahr wird die Schulabschlussfeier der ASS deutlich kleiner ausfallen.

Durch die Rückkehr zu G9, also das Durchlaufen der Gymnasialzeit in neun Jahren, wird dann kein Gymnasialzweig verabschiedet.

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