Senio bringt Wirtschaftsplan 2010 ein

Endlich einmal schönere Zahlen

Münster (bea) ‐ Die Auslastung der vier Gersprenz-Seniorenpflegeheime ist seit 2009 kontinuierlich gestiegen und hat eine hohe Belegungsquote erreicht. Das wertete der Vorsitzende des Senio-Verbandsvorstandes, Münsters Bürgermeister Walter Blank, als Erfolg. Erfreulich sei auch, dass das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust von lediglich 130 000 Euro - und nicht wie prognostiziert von 200 000 Euro - abschließen werde. Auch das Sorgenkind Groß-Umstadt habe sich mit einer Auslastung von 90 Prozent positiv entwickelt.

Zum Neubau in Umstadt teilte Blank mit, dass man im April sowohl mit der Erteilung der Baugenehmigung als auch mit dem eigentlichen Baubeginn rechne. Eine aktuelle Kostenrechnung habe hingegen eine erhebliche Steigerung ergeben. Mit dem Generalplaner seien deshalb Einsparungen vereinbart worden, um den ursprünglichen Rahmen von 7,5 Millionen Euro einzuhalten.

Wenig Diskussionsbedarf kam insgesamt bei der Verbandsversammlung auf. Lediglich einige sachliche Fragen gab es zur Einbringung des Wirtschaftsplanes 2010, der im April von der Verbandsversammlung verabschiedet werden soll.

Nur ein Positionspapier des Kreistages erregte die Gemüter. Der hatte bereits im letzten Jahr gefordert, dass die Stimmverteilung in der Verbandsversammlung geändert wird. Mitgliedskommunen wie Groß-Umstadt oder Reinheim, die zu den großen Einzahlern bei der Verbandsumlage gehören, sollten entsprechend ihrer Umlagenquote einen größeren Stimmenanteil erhalten. Auch der Kreis, der mit knapp 25 Prozent der größte Zahler ist, will seinen Sitzanteil im Verband erhöht wissen. Würde die Sitzverteilung entsprechend geändert, hätte der Landkreis mit 24,91 Prozent zusammen mit Groß-Umstadt (18,68 Prozent) und Reinheim (15,93) die Mehrheit; und die übrigen Kommunen (Eppertshausen, Fischbachtal, Groß-Bieberau, Groß-Zimmern, Münster und Otzberg) hätten nichts mehr zu melden, so deren Befürchtung.

Momentan entsenden jede Kommune sowie der Landkreis je zwei Vertreter in die Verbandsversammlung. Das wird auch so bleiben, denn die Mitglieder der Verbandsversammlung - aus Groß-Zimmern sind Catrin Geier (SPD) und Manfred Pentz (CDU) dabei - lehnten das Ansinnen des Kreistags mit deutlicher Mehrheit ab.

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