Markus Geßner (CDU) ist seit zehn Jahren auch politisch aktiv

Engagement ist in erster Linie Herzenssache

Wichtigstes Organ Groß-Zimmerns ist die Gemeindevertretung. Hier werden Planungen für die Entwicklung der Gemeinde diskutiert und Beschlüsse zu deren Umsetzung gefasst. Haushaltspläne und Änderungen in der Verwaltungsstruktur müssen von diesem Gremium bestätigt werden. Im Gemeindevorstand bearbeiten der Bürgermeister und die Beigeordneten Probleme und Anforderungen an die Gemeinde. Hinzu kommen Ehrenamtliche, die sich im Ortsbeirat Klein-Zimmern engagieren. Wer sind die 37 Gemeindevertreter, sieben Ortsbeiräte und acht Mitglieder des Gemeindevorstandes? Die Wahl im März hat einige Neue ins Parlament gebracht, viele sind geblieben. Der LA stellt die Kommunalpolitiker in lockerer Folge vor.

Klein-Zimmern (ula) - „Ich möchte nichts halbherzig anpacken“, ist die Maxime Markus Geßners. Und danach handelt der gebürtige Offenbacher auch, der seit 1977 in Klein-Zimmern lebt und sich mit voller Kraft für das Gemeinwohl engagiert.

Seit 2001 sitzt er im Beirat des Zimmerner Ortsteils. Als die damalige Vorsteherin Bettina Krumm 2005 zurücktrat, übernahm Geßner auch diesen verantwortlichen Posten. Nur ein Jahr später war für den Christdemokraten dann der Sprung ins Zimmerner Gemeindeparlament angesagt, wo die Arbeit im Haupt- und Finanzausschuss dem Neuling besonders am Herzen lag. „Ich komme aus einem christlichen Elternhaus“, erzählt er. Der Vater Diakon, der Onkel Pfarrer, sechs Geschwister, diese christliche und soziale Prägung des jungen Markus hinterließ ihre Spuren.

Auch wenn der 46-Jährige beruflich eine kaufmännische Laufbahn einschlug, ist ihm privat die Sorge um seine Mitmenschen ein Herzensanliegen. Im politischen Werdegang schafft ihm die neue Aufgabe als Vorsitzender des Sport-, Sozial- und Kulturausschusses (SSK) seit Beginn der neuen Legislaturperiode 2011 besondere Befriedigung.

Aber, so versichert er, „der Fokus liegt nicht nur auf der Schaffung von Kindergarten- und Krippenplätzen. Denn eine familienfreundliche Gemeinde betrifft auch die Bürger von sechs bis 99 Jahren.“

Schon als junger Mann begeisterte ihn die Arbeit der Feuerwehr. „Das ist mein Steckenpferd“, schmunzelt der Klein-Zimmerner, der seit zwölf Jahren als Wehrführer für die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Zimmerns an vorderster Stelle steht. Einmal wöchentlich drückt er außerdem die Schulbank, um den Kindern der Geißbergschule das Basiswissen am PC zu vermitteln.

Viel Spielraum bleibt da nicht für Privates, denn auch beruflich ist der Christdemokrat in verantwortlicher Position. Nach dem Abitur an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg absolvierte er eine Lehre als Industriekaufmann und machte sich 1997 mit seinem kaufmännischen Büroservice selbstständig.

Und dennoch ist für das Jahr 2012 ein großer privater Schritt geplant. Geßner möchte in den Hafen der Ehe einschiffen und seine Freundin Dagmar Becker heiraten.

Politisch heißt die Zielvorgabe für das neue Jahr: Das Zimmerner Hallenbad für die Bürger erhalten.

Auch die Arbeit im Ortsbeirat Klein-Zimmern genießt Priorität, denn hier werden explizit Probleme des kleineren Ortsteils angepackt.

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