Mehrgenerationenspielplatz als Ort der Begegnung / Sitzung des Sozialausschusses

Opa und Enkel balancieren gemeinsam

So soll der Mehrgenerationenspielplatz aussehen.Repro: guf

Groß-Zimmern - (guf) Gemeinsam die Freizeit verbringen heißt auch, den Dialog zwischen den Generationen fördern und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Deshalb kann ein Mehrgenerationenspielplatz auch zur Verbesserung der sozialen Kompetenz beitragen.

Die verschiedenen Generationen können gemeinsam sportlich aktiv sein und Menschen unterschiedlicher Leistungsstärke können zeitgleich trainieren. Die gemeinsame Bewegung auf dem Mehrgenerationenspielplatz soll vor allem ältere Mitbürger mobilisieren, sie motivieren und ihnen neue soziale Kontakte ermöglichen.

Mit der Planung eines solchen Mehrgenerationenspielplatzes in der Adolph-Kolping-Anlage befassen sich seit geraumer Zeit Vertreter verschiedener Institutionen (Seniorenverbände, Wohnheim-Gersprenz, Kindergärten, Jugendzentrum, Demenzservicezentrum) in der Arbeitsgruppe „Begegnung Jung und Alt“.

„Der Parkcharakter soll unbedingt erhalten bleiben“, betonte Tobias Lauer von der Projektwerkstatt kürzlich. Der Mitarbeiter der Sozialen Stadt hatte die Mitglieder des Sozialausschusses in die eigenen Räume eingeladen und bot einen Überblick über die bisherigen Tätigkeiten der Projektwerkstatt (der LA berichtete).

Die Planung sei zwar noch nicht ganz ausgereift, aber immerhin so weit, dass man nun auf politischem Wege weitergehen müsste, so Lauer. Damit künftig Opa und Enkel gemeinsam balancieren, klettern und schaukeln können, sind spezielle Geräte geplant. In einer ersten Skizze sind mit violetten Kreisen Orte für Ruhe und Kommunikation vorgesehen, an anderen Stellen soll es besondere Sitz- und Spielgelegenheiten geben. Da man keine Bäume entfernen will, müsste der Bestand zunächst genau vermessen werden, um die Teilbereiche in den Zwischenräumen einplanen zu können.

Da auch die Anlieger maßgeblich von dieser Begegnungsstätte betroffen sind, sollte man sie mit ins Boot holen. „Man könnte ein Begegnungsfest in der Anlage veranstalten“, so Lauer. Auf diese Weise sei es auch leichter, der gemeinsamen Trägerschaft von verschiedenen Institutionen eine Pflege der Anlage in Beteiligung vieler hinzuzufügen. Außerdem handele es sich um ein langwieriges Projekt. „Es ist nicht geplant, alles auf einen Rutsch zu bauen. Die Entwicklung kann zwei bis vier Jahre dauern. So ließe sich auch die Nachhaltigkeit sichern“, erläuterte Lauer.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Janek Gola wollte wissen, wie man diese Geräte wohl vor Vandalismus schützen könnte. Ausschließen ließe sich dies nie, entgegnete Lauer. Aber Fakt sei, dass Plätze, die in Bürgerbeteiligung geplant, entwickelt und gebaut wurden, seltener mutwillig zerstört würden. Allerdings fehle in Zimmern ein Platz für die Jugend. „Die Idee, wahrscheinlich am Festplatz so etwas einzurichten, gibt es schon länger“, berichtete Bürgermeister Achim Grimm darüber, dass sich immer wieder Schüler mit Wünschen nach einer Skater-Anlage bei ihm melden und an der Albert-Schweitzer-Schule ein entsprechender Wettbewerb durchgeführt wurde.

Abschließend sprachen die Ausschussmitglieder eine Empfehlung an die Gemeindevertretung aus, man solle die Vermessung der Bäume in Auftrag geben, um den Mehrgenerationenspielplatz voran zu bringen.

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