Erdbeerköpfchen zum Liebhaben

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Publikumsmagnet: Die farbenprächtigen Erdbeerköpfchen kuschlen gerne miteinander.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Kuscheln und Küssen hinter Gittern. Niedlich sind die „Agapornis lilianae“ anzuschauen. Die Vögel mit dem „Liebes“-Namen gehören zur Gattung der Unzertrennlichen. „Süß“ findet Lisa Nogger diese Erdbeerköpfchen, die sich eng aneinanderschmiegen.

Nicht ganz geheuer scheint ihnen der Andrang vor dem Käfig zu sein. „Erdbeerköpfchen werden die Liebesvögel auch genannt, weil sie immer mindestens zu zweit gehalten werden müssen“, erklärt Züchter Burkhard Altmann aus Schaafheim. „Einer alleine würde wohl schnell zu Grunde gehen“. Es ist wieder Vogelbörse in Groß-Zimmern und am Sonntag drängeln sich viele Züchter und interessierte Käufer in der Halle des Rad- und Rollsportvereins. Rund 24 Anbieter sind vertreten, nur vier von ihnen vom ausrichtenden Kanarien-Vogelzucht- und Schutzverein.

Es war kein gutes Jahr für unsere Züchter“, erklärt der Vorsitzende Peter Steinbeck, „deshalb verkaufen wir in diesem Jahr kaum Tiere“.

Verkaufstiere haben auf der Börse guten Gesundheitszustand

Aus der näheren und weiteren Umgebung kommen die Züchter, aus Münster, Offenbach, Schaafheim und Mittelhessen. Heike Schupp züchtet im Zimmerner Verein. Sie hat sich auf Wellensittiche, Zebrafinken und Kanarienvögel spezialisiert. Wellensittiche bietet sie aktuell zum Verkauf an. Zwei der Vögel sind schon vorbestellt und werden im Laufe des Vormittags abgeholt. Auf einen weißen Wellensittich zeigt die Züchterin, „Der schimmert leicht bläulich, deshalb kann ich ihn für meine Zucht nicht verwenden.“

Die Züchter verkaufen in der Regel Vögel, die nicht in ihre Zuchtlinie nicht passen oder einfach überzählige Tiere. Interessenten gibt es genug.

Lisa, Kathrin und Annette Nogger suchen auf der Vogelbörse einen Wellensittich.

Zum einen kommen andere Züchter, wie etwa der Schaafheimer Kollege, der die Vögel von Schupp bestellt hat, die frisches Blut für ihren Bestand benötigen. Aber es sind aber auch Privatleute dabei, wie Lisa mit ihrer älteren Schwester Kathrin und der Mutter Annette Nogger. Die drei suchen eigentlich einen Wellensittich. „So einen hat die Oma schon gehabt“. Auch Petra Chladeh ist auf der Suche, ebenfalls nach einem Wellensittich. „Ich hatte früher schon einen, der ist gestorben“, erklärt die Vogelliebhaberin. Sie kauft lieber auf der Börse, wo die Vögel in einem guten Zustand und relativ preiswert sind. Katharina Heinz ist schon fündig geworden. Einen Gloster, eine besondere Art von Farbkanarienvogel, hat sie erstanden. „Wir wollen wieder züchten“, erklärt der Teenager.

Landesverbandausstellung in der Mehrzweckhalle

Über den guten Zuspruch zur Börse trotz des schlechten Wetters - schließlich gab es am Morgen noch einmal dicke Schneeflocken - freut sich Steinbeck. „Es sind auch wieder viele Zimmerner gekommen“, sagt Vereinskollege Ferdinand Olbrich, „die sehen wir hier ganz besonders gerne“. Freuen können sich die Vogelliebhaber unter den Zimmernern schon auf die nächste Verkaufsbörse im November, aber auch auf ein noch größeres Highlight.

Im Dezember wird in der Mehrzweckhalle die Landesverbandsausstellung stattfinden. Die ersetzt die sonst übliche Vogelschau in der Athletenhalle und noch mehr exotische Piepmätze aus ganz Hessen können in Groß-Zimmern bestaunt werden.

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