Erfolgreich bei der Trans Thüringa

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Karl-Heinz Held mit seinem Gespann bei der Trans-Thüringa.

Klein-Zimmern - „Nach knapp dreieinhalbstündiger Fahrt mit dem Wohnwagengespann waren wir am Samstag an unserem Ziel in Masserberg angekommen“, blickt Karl Heinz Held zurück. Von Verena Scholze

Nachdem man sich am ersten Tag im Fahrerlager, dem Stake Out, eingerichtet hatte, begann am nächsten Tag das erste der insgesamt sechs Rennen, an denen Held mit seinem Hundegespann teilnahm. Der Vorsitzende des Siberian Husky Clubs Odenwald hat seit Oktober für die Teilnahme an dem längsten Schlittenhunde-Rennen in Mitteleuropa, der Trans Thüringia, trainiert. Ein Wettkampf, der bereits zum 12. Mal stattfand, und sich über rund 250 Kilometer erstreckt.

Am vergangenen Sonntag begab sich Held mit seinem Gespann das erste Mal auf die Strecke. „Der Trail war sehr schwer. Von meinem Team hatte sich Rose, die jüngste, zu sehr verausgabt und musste im Schlittensack die letzten Kilometer mitfahren. Im Ziel wurde vom Tierarztteam sofort ein Check vorgenommen, aber außer einem Tag Ruhe brauchte nichts weiter beachtet werden“, erzählt der Musher.

Arktis und Smilla verstärken sein Team

Da Held sich für die Kategorie „Tour“ gemeldet hat, stand am Montag eine 18 Kilometer lange Strecke auf dem Programm. Durch das Pausieren der Hündin Rose bestand das Gespann nurmehr aus vier Hunden. Aber auch dieses Mal musste Held einen Husky kurzzeitig laden: Cheyenne, die Älteste im Team. Der Vortag und die ersten Kilometer am Montag waren wohl etwas zuviel für sie. Nachdem sich die Hündin eine Weile im Schlittensack ausgeruht hatte, konnte sie jedoch weitermachen und alle kamen wohlbehalten ins Ziel.

Ein befreundeter Musher half Held mit zwei Hündinnen aus seinem Hundepool aus. Nun verstärkten Arktis und Smilla sein Team. „Smilla ist die Mutter meiner beiden Leithunde“, erklärt Held zufrieden. Trotz der Unterstützung blieb er bei seinem Entschluss, nur die 18 Kilometer unter die Kufen zu nehmen. „Mein Ziel war es, die hundert Kilometer zu überschreiten“, sagt Held. Am Ende des Tages kam ein Schneesturm auf und bis Mittwoch, dem Ruhetag der Tour, waren alle Teilnehmer eingeschneit.

Am Donnerstag musste die Strecke wegen starker Schneefälle gekürzt werden, umgestürzte Bäume erschwerten die Fahrt.

Ein anstrengender, aber winterlich schöner Lauf“, so Held. Am Freitag und Samstag begab er sich auf kleinere Strecken von je neun Kilometern, wobei sein Gespann den letzten Lauf in persönlicher Bestzeit absolvierte.

Dank an Familie und Freunde

Wir haben 115 Kilometer geschafft, unser Ziel ist erreicht. Jill, Jilluq und Foxtrott waren immer dabei, G’Rose und Cheyenne haben es auf 72 Kilometer gebracht. Eine tolle Leistung“, zieht Held Bilanz. Im nächsten Jahr will er die ganze Strecke von rund 250 Kilometern bewältigen. „Dazu werden wir das Training etwas ausbauen müssen – sowohl für die Hunde als auch im besonderen für den Musher“, lächelte er.

Und damit muss sofort begonnen werden, denn: „Die Tiere sind keine Sportgeräte, die man nach dem Wettkampf abstellen oder austauschen kann. Es sind Partner, die an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang betreut, beschäftigt und geführt werden wollen“, erklärt Held. „Deshalb möchte ich an dieser Stelle unbedingt auch noch meiner Familie und unseren engagierten Freunden danken, die mich bei der Arbeit mit den Hunden unterstützen“.

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