Erfolgsrezept Kürbismarkt

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Kürbisse in allen Größen und Formen waren zu bestaunen, auch Maria (3) ist fasziniert.

Groß-Zimmern - Man nehme Zutaten aus Gewerbeschau, Bauernmarkt, Hobbykünstlermarkt und Volksfest und mixe sie zu einem bunten Cocktail. Der Name des unterhaltsamen Mixgetränks: Groß-Zimmerner Kürbismarkt. Von Ursula Friedrich

Mit diesem Erfolgsrezept wurden auch gestern wieder Besuchermassen aus dem gesamten Umland in die Gemeinde gelockt.

Die zwölfte Auflage der beliebten Veranstaltung bot vieles in all den geschilderten Facetten. Die Mehrzweckhalle wurde zur Ausstellungs- und Verkaufsfläche für Kunsthandwerk, die Innenstadt am Sonntag zur Messemeile, Einzelhändler öffneten bis in die Waldstraße ihre Türen. Und natürlich, das Herzstück des Marktgeschehens, der rote Platz und umliegende Sträßchen, luden mit dem Charme eines Bauernmarktes zum Verweilen, Genießen und Kaufen ein.

Da insbesondere der Open-Air-Bereich der Veranstaltung mit der Gunst des Wettergottes harmonieren musste, war der Platz am nass-kalten Samstag verödet. Liebevoll herbstlich dekorierte Stände trieften vor Nässe, Strohballen sogen den Regen auf und die Wahrzeichen des Marktes, Kürbisse in allen Variationen bildeten einsame Bastionen, wo sich sonst Massen im Marktgeschehen tummeln.

Die Veranstalter blieben entspannt. „Wir hatten auch schon Dauerregen“, sagte Hans-Peter Wejwoda vom ausrichtenden Verein „bel(i)ebt Groß-Zimmern“. Bei einem typischen Herbstfest könne eben das Wetter auch einmal nicht mitspielen. „Deshalb haben wir einen Plan B: Hüpfburg und Kinderspiele werden notfalls in der Mehrzweckhalle aufgebaut“.

Impressionen vom Kürbismarkt

Erfolgsrezept Kürbismarkt

Hier hatten die Gastgeber neue Attraktionen ins Programm genommen: Erstmals öffnete eine Kürbismarktcafé. Der warme Rückzugsort mit leckerer Bewirtung wurde auch bestens frequentiert.

Die Hobbykünstlerin Roswitha Schmalz aus Darmstadt brachte einen kreativen Stein ins Rollen. Bereits seit Jahren dabei, wusste diesmal angesichts vieler Teilnehmer niemand, wo die Handwerkskunst der Darmstädterin untergebracht werden sollte. „Ich kann dich doch nicht alleine in die Mehrzweckhalle setzen, da bräuchten wir noch 20 Aussteller“, seufzte Wejwoda, der mit der zweiten Hauptverantwortlichen, Kathrin Jannack, seit Juli an den Vorbereitungen für den Kürbismarkt gefeilt hatte.

Roswitha Schmalz kam – 26 weitere Aussteller im Schlepptau, die beim ersten Hobbykünstlermarkt ein breites Ausstellungs- und Verkaufsangebot präsentierten. Mit all den Mühen mitwirkender Vereine, Einzelhändler, Künstler, engagierter Bürger und Kirchengemeinde hatte Petrus sonntags dann doch ein Einsehen: Strahlender Sonnenschein lud zum Besuch der vielfältigen Veranstaltung. Am Nachmittag war vielerorts kaum ein Durchkommen. Zumal der verkaufsoffene Sonntag mit 35 teilnehmenden Geschäften einen zusätzlichen Anreiz für einen Sonntagsausflug bot.

„Der Verein ,bel(i)ebt Groß-Zimmern’ hat sich tatkräftig bei der Organisation und Gestaltung des Kürbismarktes eingebracht, um die Gesprenzgemeinde als Wirtschaftsstandort und beliebte Wohnstätte zu präsentieren“, lobte Bürgermeister Achim Grimm. Der Verein war erstmals Ausrichter der Veranstaltung und löste damit den Lokal-Anzeiger ab, der nach Auflösung des Gewerbevereins die Ausrichtung des Kürbismarktes zwischenzeitlich übernommen hatte, um die beliebte Veranstaltung für die Zimmerner zu bewahren.

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