Praxisorientiertes Lernen mit ADAC und Rabenvogel „Adacus“

Schwächste im Verkehr stark machen

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So macht Verkehrserziehung Spaß: ADAC-Mitarbeiterin Gabriele Hallmann übte mit den ABC-Schützen der Friedensschule das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Groß-Zimmern - Erstklässler der Friedensschule trainierten mit einer Vertreterin des ADAC das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Von Ursula Friedrich

Alle fünf Stunden verunglückt ein Kind auf Hessens Straßen. 481 Kinder unter 13 Jahren, so die Verkehrsstatistik der Hessischen Polizei, kamen im Vorjahr als Fußgänger im Straßenverkehr zu Schaden.

In der Friedensschule wurde nun mit den ersten Klassen das richtige Verhalten im Straßenverkehr trainiert, um die schwächsten Verkehrsteilnehmer stark zu machen.

„Bei Rot bleib ich steh’n, bei Grün darf ich geh’n“, schmetterte die Fuchsklasse von Nicole Spazierer begeistert. Die Grundschullehrerin der Friedensschule war bei der vergnüglichen Unterrichtsstunde nur Zaungast.

Gabriele Hallmann vom ADAC und Rabenvogel Adacus, eine Handpuppe, gestalteten die ungewöhnliche Unterrichtseinheit in der Turnhalle. Verkehrserziehung, praxiorientiert, mit Spaß und Gesang stand auf dem Programm. Alle vier ersten Klassen kamen an zwei Tagen in den Genuss des Verkehrserziehungsprogramms, das der ADAC Hessen-Thüringen kostenlos anbietet, um mit den schwächsten Verkehrsteilnehmer das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren.

Hintergrund: ABC-Schützen sind mit dem Start ins Schulleben meist auch erstmals ohne Erwachsene zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs. Und dass man nicht einfach über die Straße laufen darf, hat sich in diesem Entwicklungsstadium eines jungen Menschen meist noch nicht ausreichend manifestiert. Andere Reize, etwa ein winkender Freund auf der gegenüberliegenden Straßenseite, können Erlerntes überlagern. Seit drei Jahren tourt Gabriele Hallmann mit dem neuen Programm des ADAC durch die Lande, um junge Menschen fit für den Verkehr zu machen.

Inzwischen sind auch neun weitere Kollegen in Grundschulen und Kindertagesstätten mit dem munteren Präventionsprogramm unterwegs. „Wichtig ist, dass Kinder die Sicherheitswesten, die sie bei der Einschulung erhalten, auch tragen“, gab Hallmann den Eltern mit. Spezielle Reflektoren machen die Kleinen gerade in der dunklen Jahreszeit besser sichtbar.

Mehr Informationen zu den Aktionen gibt es in der ADAC Geschäftsstelle Frankfurt/Niederrad, Lyoner Straße 22, 60528 Frankfurt, oder unter 069 66078801.

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